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Salzburger Filme setzen sich bestens in Szene
Salzburger Filme setzen sich bestens in Szene
Salzburger Filme setzen sich bestens in Szene
Regisseur Virgil Widrich sammelt Preise und ist "Salzburger der Woche" auf SALZBURG.AT
Salzburger Landeskorrespondenz, 05.10.2004
(LK) Salzburgs Filmszene macht weiterhin von sich reden. Nach der erfolgreichen Premiere von „Silentium!“ nach einem Roman des Maria Almers Wolf Haas sorgte der in Salzburg geborene Regisseur Virgil Widrich für den nächsten Höhepunkt: Mit seinem „Fast Film“ hat Widrich kürzlich den europäischen Trickfilmpreis „Cartoon d’Or“ gewonnen und wurde heute, Dienstag, 5. Oktober, zum „Salzburger der Woche“ auf SALZBURG.AT, der Internet-Plattform für die Europaregion auf www.salzburg.at, gekürt.
Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert und wurde Virgil Widrich von einer Jury beim 15. Cartoon Forum im nordspanischen Santiago de Compostela zugesprochen. Der Kurzfilm „Fast Film“ bietet in 14 Minuten einen Streifzug durch die Filmgeschichte, von den stummen Anfängen bis ins Hollywood der Gegenwart. Widrich setzte mit „Fast Film“ erneut auf die eigenwillige Methode, Tausende einzelner Papierbilder zu einem Film zu verdichten. „Fast Film“ entstand mit Unterstützung der Salzburger Filmförderung aus dem Kulturressort von Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Othmar Raus und dem Filmfonds Wien sowie in Zusammenarbeit mit dem ORF. „Fast Film“ war bereits auf mehr als 200 Festivals zu sehen und wurde bisher 31 Mal ausgezeichnet. Bereits vor zwei Jahren sorgte Virgil Widrich für Aufsehen: „Copy Shop“ schaffte es als erster österreichischer Kurzfilm 2002 zur Oscar-Nominierung.
Virgil Widrich wurde 1967 in Salzburg geboren und wuchs in einem 500 Jahre alten Haus auf dem Mönchsberg auf. Er bekam mit 13 Jahren seine erste Super-8-Kamera und drehte noch im selben Jahr drei Filme. Um das Budget für seinen ersten abendfüllenden Spielfilm „Vom Geist der Zeit“ (Premiere 1985) zu finanzieren, betätigte er sich als Statist und später Requisiteur bei den Salzburger Festspielen. Im Herbst 1985 schaffte Widrich die Matura am Akademischen Gymnasium in Salzburg und wurde an der Wiener Filmakademie aufgenommen. Diese verließ er nach wenigen Wochen wieder und widmete sich dem Drehbuchschreiben. 1987 gründete Widrich gemeinsam mit zwei Partnern den Filmverleih „Classic Films“, der 1991 wieder verkauft wurde.
Seither arbeitete Virgil Widrich an zahlreichen Film- und Multimedia-Produktionen und an Gestaltungen von Retrospektiven. Er arbeitete bei Ausstellungen und künstlerischen Projekten (vor allem bei Projekten, die sich mit der Verbindung von Film und Elektronik beschäftigen) und bei der Erstellung von Filmdatenbanken (u. a. für die Diagonale in Salzburg) mit. 1999 erfolgte die Umwandlung seiner Produktionsfirma von einem Einzelunternehmen in die Virgil Widrich Film- und Multimedia-Produktions-GmbH. Virgil Widrich lebt derzeit in Wien.
Die filmische Erfolgsserie Widrichs begann 2000: Sein erster Kinofilm „Heller als der Mond“ (2000) gewinnt zwei internationale Preise und wird zu mehr als 30 weiteren Filmfestivals eingeladen. Der Kurzfilm „Copy Shop“ gewann 35 internationale Preise und wurde 2002 für den Oscar nominiert. „Fast Film“ wurde 2003 in Cannes uraufgeführt.
Auf SALZBURG.AT, der Internet-Plattform für die Europaregion, wird wöchentlich der oder die „Salzburger/in der Woche“ gekürt. Auch eigene Vorschläge für den/die Salzburger/in der Woche können eingebracht werden. Ein E-Mail an landespressebuero@salzburg.gv.at mit der Begründung und eventuell einem Foto der Kandidatin bzw. des Kandidaten genügt. Die Internet-Plattform www.salzburg.at verzeichnet bis zu 15.000 Seitenaufrufe täglich. i193-42
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz
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