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Salzburg und Wohnen
LH, Haslauer und Blachfellner beim "1. Salzburger Wohnbautag" der Gemeinnützigen Bauvereinigungen Sa
LH, Haslauer und Blachfellner beim "1. Salzburger Wohnbautag" der Gemeinnützigen Bauvereinigungen Salzburgs
Salzburger Landeskorrespondenz, 05.10.2004
Sperrfrist: Heute, Dienstag, 5. Oktober 2004, 18.00 Uhr!
(LK) Die Gelder für die Wohnbauförderung auf Bundes- und Landesebene seien gesichert, erklärte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Dienstag, 5. Oktober, beim „1. Salzburger Wohnbautag“ der Gemeinnützigen Bauträgervereinigungen in der Festhalle in Anif. Das Land sehe die aus öffentlichen Geldern geförderte Schaffung von Wohnraum auch weiterhin als eine zentrale politische Aufgabe und als unverzichtbare Zukunftsperspektive, vor allem für die jungen Menschen in unserem Bundesland sowie für die Sicherung der Standortqualität der Region, so Burgstaller. Auf die Bedeutung der Wohnbautätigkeit für Wirtschaft und Gemeinden ging Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer näher ein. Baureferent Landesrat Walter Blachfellner betonte, dass weiterhin ein hoher Bedarf an günstigen Wohnungen in Salzburg vorhanden sei.
Alle Versuche der vergangenen Monate, die Zweckzuschüsse des Bundes für den Wohnbau als „Spielmasse“ für den neuen Finanzausgleich (FAG) zwischen Bund, Ländern und Gemeinden in Frage zu stellen, konnten erfolgreich abgewendet werden, so Landeshauptfrau Burgstaller. Die Zweckzuschüsse des Bundes werden auch weiterhin zur Befriedigung des anhaltenden Bedarfes an Wohnbauförderung in Stadt und Land Salzburg zur Verfügung stehen. Angesichts der Tatsache, dass die FAG-Zuschüsse nach wie vor rund 70 Prozent der verfügbaren Fördergelder ausmachen, sei dies von zentraler Bedeutung für den Fortbestand der Wohnbauförderung überhaupt.
Das Land Salzburg gehöre nach wie vor zu den besonders dynamischen Bundesländern. Im Vergleich zum Jahr 2001 werde die Wohnbevölkerung Salzburgs bis 2011 um fünf Prozent auf rund 541.000 angewachsen sein. Die Zahl der Haushalte werde im gleichen Zeitraum sogar um 10,25 Prozent zunehmen. Für das darauf folgende Jahrzehnt lauten die Wachstumsraten immer noch auf 2,4 Prozent bei der Wohnbevölkerung und auf 6,3 Prozent bei den Haushalten. Wohnbauförderung ist und bleibt somit ein zentrales politisches Thema im Land Salzburg, auch auf längere Sicht gesehen, betonte die Landeshauptfrau.
Die Umsetzung dieser seit Jahrzehnten anhaltenden Bevölkerungsdynamik in eine geordnete Wohn- und Siedlungsentwicklung war und sei eine Aufgabe der Raumordnung sowie der Wohnbauförderung, so Burgstaller. Einige relevante Daten zur Statistik: Anfang des Jahres 2003 lebten 522.500 Menschen im Land Salzburg; davon 516.000 in Privathaushalten und etwa 6.500 in Studenten- oder Seniorenheimen. Zum gleichen Zeitpunkt gab es im Land Salzburg 242.000 Wohnungen, von denen 214.000 als „Privathaushalte“ genutzt wurden.
Enorme Leistungen der Salzburger Wohnbauförderung
Auch wenn der Höhepunkt des Bevölkerungswachstums und damit auch der Wohnbauleistung hinter uns liege, seien die Leistungen der Salzburger Wohnbauförderung doch nach wie vor enorm, sagte Burgstaller. So wurden aus Geldern der Landeswohnbauförderung in den Jahren 1998 bis 2002 rund 10.400 Wohnungen neu errichtet oder umfassend saniert; darunter 3.674 Eigentumswohnungen, 3.419 Mietwohnungen, 1.022 Eigenheime, 532 Wohnungen in Wohnheimen, 208 Bauern- oder Austraghäuser. Weiters wurden 10.800 Wohnungen über die so genannte „kleine Sanierung“, sowie mehr als 6.100 Wohnungen über das Sonder-Wohnhaussanierungsgesetz gefördert. Um dieses Bauvolumen zu erreichen, hat das Land Salzburg allein in den Jahren 1999 bis 2003 in Summe ziemlich genau 800 Millionen Euro aufgewendet. Damit konnte in diesen Jahren der intensiven Förderung die Spitze der beginnenden Wohnungsnot gebrochen und auch eine spürbare Marktkonsolidierung herbeigeführt werden.
Seit dem Finanzausgleich des Jahres 1996 wurde bundesweit von den einzelnen Ländern ein Teil der Konsolidierungslast für den Landeshaushalt den Bedarfszuweisungen des Bundes getragen. Die Salzburger Wohnbauförderung habe sukzessive auf diese neuen Rahmenbedingungen reagiert, führte die Landeshauptfrau aus.
Schwerpunkt im Arbeitsprogramm der Landesregierung
Die neue Landesregierung bekenne sich in ihrem Arbeitsprogramm dazu, durch eine möglichst hohe wohnbaugeförderte Bautätigkeit den Wohnungsmarkt im Gleichgewicht zu halten und dadurch stabile, für die Menschen erschwingliche Wohnbaukosten zu erreichen. Ebenso bekenne sich das Land zu dem Ziel, die bestehenden qualitativen Defizite im Wohnraumangebot weiter zu reduzieren, betonte Burgstaller.
Das System der Wohnbauförderung soll auf der Grundlage von Bedarfsanalysen weiter entwickelt werden. Die Aufrechterhaltung eines ausreichenden Wohnbau-Niveaus diene nicht zuletzt auch der Wachstums- und Beschäftigungsentwicklung. Die Qualität im Wohnbau, insbesondere auch in der Wohnhaussanierung, dient auch er Erreichung des Kyoto-Zieles. Das Land strebe daher mittelfristig wieder ein Förderungsziel von 2.000 neuen Wohnungen pro Jahr an, führte Landeshauptfrau Burgstaller aus.
Haslauer: Gemeinden sind wichtige Auftraggeber
Auf die Bedeutung der Gemeinden als wichtiger Auftraggeber für die Bauwirtschaft verwies Wirtschafts- und Gemeindereferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer. Die Baukosten der laufenden und in den nächsten Jahren von den Gemeinden geplanten Hoch- und Tiefbauprojekte der Gemeinden (ohne Landeshauptstadt) betragen 155 Millionen Euro. Davon entfallen auf Schulen rund 82 Millionen Euro, auf Kindergärten rund 9,5 Millionen Euro, auf Feuerwehren und Rotes Kreuz rund 7,5 Millionen Euro und auf sonstige Hochbauten rund 55,5 Millionen Euro. Durch die Kooperation mit Gemeinnützigen Bauvereinigungen kommen die Gemeinden in den Genuss einer professionellen Abwicklung und von Steuervorteilen. Die Zeichen in der Salzburger Bauwirtschaft stehen auf Erholung, so Haslauer weiter. Laut Statistik Austria wurde von Jänner bis Mai 2004 ein Auftragsplus von 31,6 Prozent verzeichnet; damit halte der bereits im Jahr 2003 spürbare Aufwärtstrend an.
Blachfellner: Hoher Bedarf an günstigen Wohnungen
Rund 11.500 Arbeitsplätze pro Jahr werden in Salzburg durch die Wohnbauförderung gesichert oder neu geschaffen. Darauf wies Wohnbaureferent Landesrat Walter Blachfellner hin. Ohne Wohnbauförderung könne kein ausreichendes Angebot an günstigen Wohnungen zur Verfügung gestellt werden. Gerade in der Stadt Salzburg sei der Bedarf an günstigen Wohnungen hoch. Derzeit gebe es aktuell 4.000 Wohnungssuchende in der Landeshauptstadt; ein Wert der nur noch von Linz, wo es rund 7.000 Wohnungssuchende gibt, übertroffen wird. Alle anderen Landeshauptstädte liegen wesentlich darunter, teilte Blachfellner mit. Weiters sei nur die Wohnbauförderung die Grundlage für günstige Mietpreise. i193-11
Sperrfrist: Heute, Dienstag, 5. Oktober 2004, 18.00 Uhr!
(LK) Die Gelder für die Wohnbauförderung auf Bundes- und Landesebene seien gesichert, erklärte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Dienstag, 5. Oktober, beim „1. Salzburger Wohnbautag“ der Gemeinnützigen Bauträgervereinigungen in der Festhalle in Anif. Das Land sehe die aus öffentlichen Geldern geförderte Schaffung von Wohnraum auch weiterhin als eine zentrale politische Aufgabe und als unverzichtbare Zukunftsperspektive, vor allem für die jungen Menschen in unserem Bundesland sowie für die Sicherung der Standortqualität der Region, so Burgstaller. Auf die Bedeutung der Wohnbautätigkeit für Wirtschaft und Gemeinden ging Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer näher ein. Baureferent Landesrat Walter Blachfellner betonte, dass weiterhin ein hoher Bedarf an günstigen Wohnungen in Salzburg vorhanden sei.
Alle Versuche der vergangenen Monate, die Zweckzuschüsse des Bundes für den Wohnbau als „Spielmasse“ für den neuen Finanzausgleich (FAG) zwischen Bund, Ländern und Gemeinden in Frage zu stellen, konnten erfolgreich abgewendet werden, so Landeshauptfrau Burgstaller. Die Zweckzuschüsse des Bundes werden auch weiterhin zur Befriedigung des anhaltenden Bedarfes an Wohnbauförderung in Stadt und Land Salzburg zur Verfügung stehen. Angesichts der Tatsache, dass die FAG-Zuschüsse nach wie vor rund 70 Prozent der verfügbaren Fördergelder ausmachen, sei dies von zentraler Bedeutung für den Fortbestand der Wohnbauförderung überhaupt.
Das Land Salzburg gehöre nach wie vor zu den besonders dynamischen Bundesländern. Im Vergleich zum Jahr 2001 werde die Wohnbevölkerung Salzburgs bis 2011 um fünf Prozent auf rund 541.000 angewachsen sein. Die Zahl der Haushalte werde im gleichen Zeitraum sogar um 10,25 Prozent zunehmen. Für das darauf folgende Jahrzehnt lauten die Wachstumsraten immer noch auf 2,4 Prozent bei der Wohnbevölkerung und auf 6,3 Prozent bei den Haushalten. Wohnbauförderung ist und bleibt somit ein zentrales politisches Thema im Land Salzburg, auch auf längere Sicht gesehen, betonte die Landeshauptfrau.
Die Umsetzung dieser seit Jahrzehnten anhaltenden Bevölkerungsdynamik in eine geordnete Wohn- und Siedlungsentwicklung war und sei eine Aufgabe der Raumordnung sowie der Wohnbauförderung, so Burgstaller. Einige relevante Daten zur Statistik: Anfang des Jahres 2003 lebten 522.500 Menschen im Land Salzburg; davon 516.000 in Privathaushalten und etwa 6.500 in Studenten- oder Seniorenheimen. Zum gleichen Zeitpunkt gab es im Land Salzburg 242.000 Wohnungen, von denen 214.000 als „Privathaushalte“ genutzt wurden.
Enorme Leistungen der Salzburger Wohnbauförderung
Auch wenn der Höhepunkt des Bevölkerungswachstums und damit auch der Wohnbauleistung hinter uns liege, seien die Leistungen der Salzburger Wohnbauförderung doch nach wie vor enorm, sagte Burgstaller. So wurden aus Geldern der Landeswohnbauförderung in den Jahren 1998 bis 2002 rund 10.400 Wohnungen neu errichtet oder umfassend saniert; darunter 3.674 Eigentumswohnungen, 3.419 Mietwohnungen, 1.022 Eigenheime, 532 Wohnungen in Wohnheimen, 208 Bauern- oder Austraghäuser. Weiters wurden 10.800 Wohnungen über die so genannte „kleine Sanierung“, sowie mehr als 6.100 Wohnungen über das Sonder-Wohnhaussanierungsgesetz gefördert. Um dieses Bauvolumen zu erreichen, hat das Land Salzburg allein in den Jahren 1999 bis 2003 in Summe ziemlich genau 800 Millionen Euro aufgewendet. Damit konnte in diesen Jahren der intensiven Förderung die Spitze der beginnenden Wohnungsnot gebrochen und auch eine spürbare Marktkonsolidierung herbeigeführt werden.
Seit dem Finanzausgleich des Jahres 1996 wurde bundesweit von den einzelnen Ländern ein Teil der Konsolidierungslast für den Landeshaushalt den Bedarfszuweisungen des Bundes getragen. Die Salzburger Wohnbauförderung habe sukzessive auf diese neuen Rahmenbedingungen reagiert, führte die Landeshauptfrau aus.
Schwerpunkt im Arbeitsprogramm der Landesregierung
Die neue Landesregierung bekenne sich in ihrem Arbeitsprogramm dazu, durch eine möglichst hohe wohnbaugeförderte Bautätigkeit den Wohnungsmarkt im Gleichgewicht zu halten und dadurch stabile, für die Menschen erschwingliche Wohnbaukosten zu erreichen. Ebenso bekenne sich das Land zu dem Ziel, die bestehenden qualitativen Defizite im Wohnraumangebot weiter zu reduzieren, betonte Burgstaller.
Das System der Wohnbauförderung soll auf der Grundlage von Bedarfsanalysen weiter entwickelt werden. Die Aufrechterhaltung eines ausreichenden Wohnbau-Niveaus diene nicht zuletzt auch der Wachstums- und Beschäftigungsentwicklung. Die Qualität im Wohnbau, insbesondere auch in der Wohnhaussanierung, dient auch er Erreichung des Kyoto-Zieles. Das Land strebe daher mittelfristig wieder ein Förderungsziel von 2.000 neuen Wohnungen pro Jahr an, führte Landeshauptfrau Burgstaller aus.
Haslauer: Gemeinden sind wichtige Auftraggeber
Auf die Bedeutung der Gemeinden als wichtiger Auftraggeber für die Bauwirtschaft verwies Wirtschafts- und Gemeindereferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer. Die Baukosten der laufenden und in den nächsten Jahren von den Gemeinden geplanten Hoch- und Tiefbauprojekte der Gemeinden (ohne Landeshauptstadt) betragen 155 Millionen Euro. Davon entfallen auf Schulen rund 82 Millionen Euro, auf Kindergärten rund 9,5 Millionen Euro, auf Feuerwehren und Rotes Kreuz rund 7,5 Millionen Euro und auf sonstige Hochbauten rund 55,5 Millionen Euro. Durch die Kooperation mit Gemeinnützigen Bauvereinigungen kommen die Gemeinden in den Genuss einer professionellen Abwicklung und von Steuervorteilen. Die Zeichen in der Salzburger Bauwirtschaft stehen auf Erholung, so Haslauer weiter. Laut Statistik Austria wurde von Jänner bis Mai 2004 ein Auftragsplus von 31,6 Prozent verzeichnet; damit halte der bereits im Jahr 2003 spürbare Aufwärtstrend an.
Blachfellner: Hoher Bedarf an günstigen Wohnungen
Rund 11.500 Arbeitsplätze pro Jahr werden in Salzburg durch die Wohnbauförderung gesichert oder neu geschaffen. Darauf wies Wohnbaureferent Landesrat Walter Blachfellner hin. Ohne Wohnbauförderung könne kein ausreichendes Angebot an günstigen Wohnungen zur Verfügung gestellt werden. Gerade in der Stadt Salzburg sei der Bedarf an günstigen Wohnungen hoch. Derzeit gebe es aktuell 4.000 Wohnungssuchende in der Landeshauptstadt; ein Wert der nur noch von Linz, wo es rund 7.000 Wohnungssuchende gibt, übertroffen wird. Alle anderen Landeshauptstädte liegen wesentlich darunter, teilte Blachfellner mit. Weiters sei nur die Wohnbauförderung die Grundlage für günstige Mietpreise. i193-11
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz
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