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Landwirtschaftsschulen des Landes Salzburg
Landwirtschaftsschüler "Lernen von Europa"
Südbayerische und Salzburger Landwirtschaftsschulen und LEADER-Manager starten Projekt zum Praxisaustausch
(LK) Landwirtschaftsschulen des Landes Salzburg und aus Südbayern haben gemeinsam mit Managern der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ das Projekt „Lernen von Europa“ gestartet. „Das Projekt hat einen Praxisaustausch von Landwirtschaftsschülerinnen und -schülern in zukunftsorientierten landwirtschaftlichen Unternehmen in Salzburg und Südbayern zum Ziel“, so Agrar-Referent Landesrat Sepp Eisl. 140.000 Euro werden dafür aus dem EU-Förderprogramm LEADER+ zur Verfügung gestellt.
Es werden Praktika in drei Grundtypen von Bauernhöfen angeboten:
• Der Energiebauer
• Der Veredelungsbauer
• Der Tourismusbauer
„Die Schüler bekommen so einen Einblick in die Technik und Entwicklung zeitgemäßer Arbeitshilfen, in Investitions- und Ertragsmöglichkeiten, in Vertriebschancen und Vertriebsnetze sowie in die praktische Umsetzung“, zeigt Eisl den Nutzen des Projekts für die Schüler auf. Um den Schülern die unterschiedlichen Perspektiven und Entwicklungen zeigen zu können, werden organisierte und betreute Exkursionen durchgeführt. Auf dem Programm stehen:
• Exkursion in die Energieregion Oststeiermark mit Vorträgen, Führungen und Beispielen
• Exkursionstour Tourismus im Salzburger Land mit Vorträgen über Urlaub am Bauernhof, Tourismusorganisationen und Besichtigung von Höfen
• Exkursionstour Veredelung ins „Vulkanoland“ Steiermark mit Vorträgen von Kooperationen, Führungen und Besichtigungen
Für jedes der drei Grundthemen gibt es in der Region einen gemeinsamen Seminartag mit Informationen über praktische Projekte.
Die Schüler lernen durch das Projekt zukunftsorientierte landwirtschaftliche Unternehmen kennen und erarbeiten sich Netzwerke mit Partnern für die Zukunft, aber auch Netzwerke mit den Schülern untereinander. Die Schulen profitieren durch mehr Praxisorientierung, durch Integration in das Gesamtprojekt, durch Einbindung der praxisorientierten Projektarbeiten in den Unterricht sowie durch Medienpräsenz und Imagepflege. Teilnehmende Schulen sind die Landwirtschaftlichen Fachschulen und Ländlichen Hauswirtschaftsschulen Kleßheim, Winklhof und Bruck an der Glocknerstraße sowie die Landwirtschaftliche Fachschule Tamsweg.
Auch für die teilnehmenden Bauern als Mentoren bietet dieses Projekt Vorteile durch die Möglichkeit, ihren Hof zu präsentieren und Netzwerke zu knüpfen. Abgegolten werden deren Beitrag bzw. die Leistungen, die in dieses Projekt eingebracht werden, durch ein Mentoringentgelt.
Die Erfahrungen im benachbarten Ausland sollen für alle Teilnehmer des Projektes „Lernen von Europa“ einen weiteren, sehr wertvollen „Baustein“ für die persönliche Weiterentwicklung darstellen. Darüber hinaus besteht das Ziel, dass die Projektabsolventen ein in beiden Ländern anerkanntes Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme erhalten. i198-60b
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 12.10.2004
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