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Jugendbeschäftigung im Land Salzburg
"Jobs 4 You(th)" bietet 22 Kurse für Jugendliche
Buchinger: 443 Ausbildungsplätze für 19- bis 24-Jährige
(LK) „Schwerpunkte bilden“ lautet das Motto von Landesrat Dr. Erwin Buchinger im Bereich der Arbeitsmarktförderung. Deshalb gilt neben dem Bildungsscheck und den Arbeitsstiftungen im Jahr 2005 das Hauptaugenmerk der Jugendbeschäftigung. Von insgesamt 3,7 Millionen Euro, die das Land 2005 für Arbeitsmarktinitiativen ausgibt, werden mehr als 1,3 Millionen Euro im Jugendbereich investiert. Als Partner ziehen das Arbeitsmarktservice (AMS) und das Bundessozialamt kräftig mit. „Das ist ein Punkt, der mir besonders wichtig ist: das koordinierte, aufeinander abgestimmte Vorgehen aller Partner in diesem Bereich“, erläuterte Buchinger heute, Dienstag, 16. November, bei einem Informationsgespräch.
„Jobs 4 You(th)“-Paket: 22 Kurse für knapp 450 Jugendliche
Ein großer Schwerpunkt dabei ist das „Jobs 4 You(th)“-Maßnahmenpaket. Für 22 Kurse stehen insgesamt 2,7 Millionen Euro zur Verfügung, 770.000 kommen vom Land, den Rest der Kosten übernimmt das AMS. In den Kursen, die zum Teil bis in das Jahr 2006 laufen, werden 443 Ausbildungsplätze für Jugendliche angeboten. Zielgruppe des Programms sind 19- bis 24-jährige Jugendliche, die bisher auf dem Arbeitsmarkt Anlaufprobleme hatten. Gearbeitet wird mit den Jugendlichen in Gruppen von 15 bis 30 Personen, um auf die jeweils individuellen Problemlagen besser eingehen zu können. „Jeder arbeitslose Jugendliche hat eine spezielle Geschichte – ein individuelles Problem. Mit „Jobs 4 You(th)“ werden einerseits Qualifikationen erworben, andererseits geht es in den Kursen aber auch vor allem darum herauszufinden, wofür der/die Jugendliche am Besten geeignet ist. Und das ist meistens eben nicht einer der wenigen geschlechtsspezifischen „Standardberufe“, so der stellvertretende AMS-Geschäftsführer Dr. Anton Költringer.
Inhaltliche Ausrichtung
Von der inhaltlichen Ausrichtung her zielen die 22 Projekte darauf ab, Jugendliche in relevanten Teilarbeitsmärkten entsprechend zu qualifizieren. Neben Projekten zur Beschäftigung in Tourismus und Handel findet auch die Facharbeiter/innen-Ausbildung breite Beachtung. Einige Projekte beschäftigen sich beispielsweise gezielt mit Sparten wie der Ausbildung zum/r Produktionstechniker/-in oder zur geprüften Schweißer/-in, um hier bestehende Defizite im Facharbeiter-Bereich in Salzburg abzubauen. Interessant sind auch einige Spezialprojekte, wie z.B. die Ausbildung zum/r Behindertenbetreuer/-in, zum Masseur oder zum/r Vitaltrainer/in. Andere Projekte sind speziell für Frauen oder junge Mütter maßgeschneidert, aber ein großer Teil beschäftigt sich mit Coaching und Berufsorientierungsmaßnahmen. „Mehr als die Hälfte der Kurse werden in der Stadt Salzburg angeboten, aber ein großer Teil auch in den Regionen zur Unterstützung der regionalen Arbeitsmärkte – Wir schauen auch auf die Entwicklung in den Regionen“, so Költringer.
„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“
„Hier liegt der Schwerpunkt des „Jobs 4 You(th)“-Programmes: Jugendliche, die bisher auf dem Arbeitsmarkt noch nicht sicher Tritt fassen konnten – sei es weil Ihnen die notwendige Qualifizierung fehlt, sei es, weil sie noch nicht genau genug wissen, wohin sie mit ihren Fähigkeiten gehen sollten, sei es, weil es ihnen bisher an sozialer Kompetenz beim Bewerbungsgespräch mangelte. Es ist eine besonders wichtige Zielgruppe, weil man den Jugendlichen hier noch das vermitteln kann, was in der Erwachsenenbildung nur mit viel mehr Mühe, Zeit und Kosten möglich ist.“ fasst Buchinger die Intentionen des Programms zusammen. „Das sind keine schlechten Jugendlichen, wie manche Leute glauben, die der Jugend vorwerfen, einfach ‚zu faul’ zu sein. Das sind junge Menschen, die nur ein wenig Information oder einen kleinen Anstoß brauchen, um die notwendige Fachkraft von Morgen zu werden“, erklärte Buchinger.
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Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 16.11.2004
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