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Projekte mit Ziel, der Gewalt in der Familie im Pinzgau entgegenzuwirken
Modellprojekt "Pinz´Power Familie gewaltfrei" erfolgreich
Drexler: Zahl der Wegweisungen im Bezirk Pinzgau hat sich in zwei Jahren verdoppelt
2004
(LK) Im Herbst 2002 wurde auf Initiative der Bezirkshauptfrau Dr. Rosmarie Drexler und der Interventionsstelle Salzburg (IST) ein Modellprojekt „Pinz´Power“ – Familie gewaltfrei“ gestartet. Ziel dieses Projektes war es, der Gewalt in der Familie im Pinzgau entgegenzuwirken und den Menschen die Kraft zu geben, darüber zu reden. Menschen sollen Hilfe in Anspruch nehmen können. Die Frauen sollen Mut finden, über Gewalt in der Familie zu reden und dagegen etwas zu unternehmen. Ein Ergebnis davon sei, dass sich im Bezirk Zell am See die Zahl der Wegweisungen von gewalttätigen Partnern in zwei Jahren verdoppelt hat, teilte heute, Dienstag, 16. November, Bezirkshauptfrau Dr. Rosmarie Drexler in einem Informationsgespräch mit. Weiteres Ziel war es, dass Beratungsstellen ihre Tätigkeiten vermehrt koordinieren.
Das Projekt wurde vom Frauenhaus Saalfelden, dem Büro für Frauenfragen und Gleichbehandlung des Landes Salzburg, der Gendarmerie, der Familienbeauftragten für den Pinzgau und dem Bezirksschulinspektor unterstützt. In den zwei Jahren des Projektes wurden viele Aktivitäten gestartet: Veranstaltungen wie z.B. in Saalfelden im NEXUS ein Forumtheater „Lieber Dieter“, Fach- und Weiterbildungsveranstaltungen für die Beratungsstellen und die Gendarmerie-Fahnenaktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“.
Auf Grund dieses Projektes wurde das Angebot im Pinzgau erweitert. So bietet die Interventionsstelle Salzburg alle 14 Tage Beratungen und Informationen für Pinzgauerinnen an (telefonische Anmeldung bei IST: 0662/87 01 00).
Es gibt im Pinzgau Reflexionsgruppen für Frauen, die von der IST durchgeführt und geleitet werden. Unter www.pinzpower.at/gewaltfrei finden die Pinzgauerinnen und Pinzgauer Wissenswertes wie Kontaktadressen, Veranstaltungen, Informationen, etc. Das Projekt wird nun beendet. Die Aktivitäten werden jedoch fortgeführt, und die Gruppe der Initiatorinnen hat beschlossen, dass die Vernetzungsgruppe weiter besteht. Eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der Aktion ist, dass verschiedene Beratungsinstitutionen vernetzt wurden und ihre Aktivitäten koordiniert haben. i221-11B
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 16.11.
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