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Offenhalten der Salzburger Landschaft



Offenhalten der Landschaft


S. Eisl: Landschaft im Wandel / Tagung Mitte März




LK • Nach einem gelungenen Messeauftritt der Naturschutzabteilung des Landes auf der „Hohen Jagd“ mit einer interessanten Ausstellung „Landschaft im Wandel“ widmet sich am 12. und 13. März 2004 eine Tagung diesem Thema. „Vorträge und Diskussionsrunden werden die zahlreichen Facetten dieses Schwerpunktes behandeln“, so Naturschutzreferent Landesrat Sepp Eisl, heute, Freitag, 20. Februar. Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg von 12. bis 13. März statt. Der Tagungsbeitrag beträgt 60 Euro für beide Veranstaltungstage, der Eintritt bei der Podiumsdiskussion ist frei.

Vielseitiger Wald

Mehr als 50 Prozent der Fläche Salzburgs sind mit Wald bedeckt, der in Salzburg auf 332.000 Hektar Enormes leistet:
Der Wald liefert den erneuerbaren und damit nachhaltig zur Verfügung stehenden, umwelt- und klimafreundlichen Rohstoff Holz.

-Der Wald bietet Schutz vor Naturgefahren und sichert somit Leben und Wirtschaften vor allem im alpinen Raum.
-Der Wald trägt wesentlich dazu bei, dass sauberes Wasser und reine Luft bei uns eine Selbstverständlichkeit sind.
-Der Wald bietet Erholung und Ruhe für uns Menschen.
-Der Wald ist Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen.

Eisl dazu „Wir können stolz sein auf unseren Waldreichtum in Salzburg und uns glücklich schätzen, dass unser Wald in der Lage ist, alle an ihn gestellten ökonomischen, ökologischen und sozioökonomischen Anforderungen zu erfüllen. Müsste uns da nicht auch die Tatsache, dass in Salzburg pro Jahr etwa 1.000 Hektar Waldfläche neu entstehen – und das auf ganz natürlichem Weg – optimistisch stimmen?“ Entscheidender Aspekt dabei sei jedoch die Dosis, ein „Zuviel des Guten“ könne schnell zur massiven Belastung für andere ebenso berechtigte Interessen werden. Aus diesem Grund sei für ihn, Eisl, der rapide Anstieg und Zuwachs an Waldflächen in Salzburg eine Tatsache, die einer grundlegenden Auseinandersetzung bedürfe.

Salzburg zeichnet sich durch seine außergewöhnlichen Naturschönheiten und Naturlandschaften, die sich harmonisch in eine über viele Jahrhunderte gewachsene und nachhaltig bewirtschaftete Kulturlandschaft einfügen, aus. Und genau dieser abwechslungsreiche Landschaftscharakter ist es, der durch eine zunehmende Verbuschung und Verwaldung bedroht ist. „Beträchtliche Teile unseres Landes wären von Natur aus Wald. Ohne konsequentes Arbeiten am Offenhalten unserer Landschaft würde sich die Baum- und Strauchvegetation sich ihr Terrain ebenso konsequent wie rasch zurückerobern.“

Strategien entwickeln

Sein Verständnis von verantwortungsvoller Naturschutzpolitik sei es, nicht Panikmache zu betreiben, sondern Tendenzen aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln. Aus diesem Grund habe er die Naturschutzabteilung des Landes beauftragt, sich in Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen wie der Forst- und der Almwirtschaft der Problematik anzunehmen.
„Einen wesentlichen Beitrag erwarte ich mir daher von der am 12. und 13. März dieses Jahres in Salzburg stattfindenden Fachtagung zu Thema „Offenhalten der Landschaft“. i35-11

Für die Redaktionen liegt der heutigen Landeskorrespondenz I das Tagungsprogramm zum Thema „Landschaft im Wandel – Offenhalten der Landschaft“ bei.


Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 20.02.2004

Weitere Pressetexte aus Salzburg:
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