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Land Salzburg: Arbeitsstiftung für Emco-Mitarbeiter unumgänglich



Arbeitsstiftung für Emco-Mitarbeiter unumgänglich


Blachfellner und Buchinger machen Druck auf Emco-Eigentümer Kovats/Land und AMS zur Mitfinanzierung bereit




LK • Für die 80 vom angekündigten Stellenabbau bei der Halleiner Maschinenbaufirma Emco betroffenen Mitarbeiter/innen soll eine Arbeitsstiftung mit Höherqualifizierungsmaßnahmen eingerichtet werden. Darauf verständigten sich heute, Mittwoch, 25. Februar, Sozialreferent Landesrat Walter Blachfellner und der Leiter des Arbeitsmarktservice (AMS), Dr. Erwin Buchinger. Voraussetzung für diesen Sozialplan sei aber, dass sich das Unternehmen Emco mit mindestens 50 Prozent an den Kosten der Stiftung beteiligt. So sieht es auch ein entsprechender Beschluss der Landesregierung vor. Emco-Eigentümer Mirko Kovats hatte vor einem Monat, als die Stellenabbaupläne durchgesickert waren, eine Arbeitsstiftung für die betroffenen Mitarbeiter/innen „ohne nachvollziehbare Begründung“, so Blachfellner, ausgeschlossen.


Mit der Arbeitsstiftung sollen die gekündigten Mitarbeiter/innen weiterqualifiziert werden, um die Betroffenen so rasch wie möglich wieder in Beschäftigung zu bringen, erklärte Blachfellner. Bis zu 5.800 Euro sollen für die Finanzierung von Qualifizierungsmaßnahmen pro gekündigtem Mitarbeiter zur Verfügung gestellt werden, um die Chancen der gekündigten Mitarbeiter/innen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Das Land sowie das Arbeitsmarktservice Salzburg sind jedenfalls bereit, jeweils 25 Prozent der Kosten je Stiftungsteilnehmer, in der Regel also rund 1.450 Euro, zu übernehmen. „Wir fordern Mirko Kovats auf, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Das ist er den Mitarbeiter/innen schuldig“, so Blachfellner und Buchinger.


Mit dieser Aufforderung, so Blachfellner, wollen das Land und das Arbeitsmarktservice ganz bewusst den Druck auf den Firmen-Eigentümer erhöhen. „Der Markt allein bietet den Menschen, die gekündigt werden, keine Chance. Wir müssen die Betroffenen höher- und weiterqualifizieren“, betont der Sozialreferent des Landes. Die Chancen, dass die betroffenen Arbeitnehmer/innen nach Teilnahme an der Arbeitsstiftung wieder einen Job finden, schätzen Blachfellner und Buchinger „als sehr viel versprechend“ ein und berufen sich dabei auf die Erfolgsquote derartiger Stiftungen. „Etwa 75 Prozent der Teilnehmer/innen konnten nach Absolvierung einer Arbeitsstiftung wieder in den Arbeitsmarkt zurückfinden“, so Blachfellner und Buchinger unisono. i38-11


Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 25.02.2004

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