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Akademische Gesundheitsbildnerinnen und -bildner im Land Salzburg



Kompetenz in Sachen Gesundheit


Haidinger: 20 Absolventen des neuen Lehrganges können gesundheitliche Themen fachlich vermitteln




LK • 20 „akademische Gesundheitsbildnerinnen und -bildner“ haben heute, Freitag, 27. Februar, diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Seit Februar 2002 läuft am Institut für Didaktik der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg in Kooperation mit den Landeskliniken Salzburg der zweite viersemestrige Universitätslehrgang für Gesundheitsbildung.

„Die Teilnehmer aus ganz Österreich haben sich mit den medizinischen und psychosozialen Grundlagen der Erhaltung der Gesundheit, mit der Didaktik und Methodik der Gesundheitsbildung sowie mit Themen der öffentlichen Gesundheitsarbeit und Berichterstattung über Gesundheit beschäftigt“, berichtete dazu die für die Landeskliniken ressortzuständige Landesrätin Dr. Maria Haidinger bei der heutigen Abschlussfeier des Lehrganges in der Salzburger Residenz. „Das sind zentrale Zukunftsthemen, wenn wir unser Krankheitssystem zu einem Gesundheitssystem umbauen wollen und wenn wir die Menschen zu mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit und zu mehr Gesundheitsbewusstsein bringen wollen.“

Darüber hinaus wurden auch Kompetenzen in der Beratung, Führung und im Leiten von Gruppen, in Gesprächsführung, Gedächtnistraining, Psychomotorik sowie beim Aufbau, der Evaluation und Dokumentation von gesundheitsrelevanten Projekten vermittelt. Weiters haben die Teilnehmer die Referentenausbildung „Lebensqualität im Alter“ absolviert. „Auch diesem Bereich des gesunden Alterns wurde bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt. Wir haben eine vollständige Generation im Leben dazu gewonnen – nämlich eine Lebensphase nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben, in der die meisten von uns eigentlich noch sehr rüstig und gesund sind oder sein könnten. Die entsprechenden Inhalte des Lehrgangs sind auch ein Beitrag dafür, dass die Menschen durch professionelle Betreuung und Beratung in die Lage versetzt werden, diese Lebensphase mit einer hohen Lebensqualität auszustatten“, so Haidinger.

Vermittlung von gesundheitlichen Themen lernen

Ziel des Lehrganges ist es, die Absolventen zu befähigen, in ihrem jeweiligen Berufsalltag gesundheitliche Belange wahrzunehmen und Maßnahmen zu deren Festigung und Ausbau zu ergreifen bzw. in öffentlichen und privaten Aus- und Fortbildungseinrichtungen gesundheitliche Themen kompetent zu vermitteln.

Jedes der vier Semester ist in Präsenz- und Fernstudienphasen, die im Wechsel stattfinden, gegliedert. Die Präsenzphasen werden als Blockveranstaltungen an der Naturwissenschaftlichen Fakultät durchgeführt. In den Fernstudienphasen werden Studientexte selbstständig bearbeitet und Übungsaufgaben gelöst. Im vierten Semester ist eine Abschlussarbeit, die sich auf eine berufspraktisch bedeutsame Fragestellung der Gesundheitsbildung bezieht, zu erstellen. Durch die Abschlussarbeit wird die Befähigung nachgewiesen, ein für die Gesundheitsbildung relevantes Thema selbstständig nach wissenschaftlichen Grundsätzen und mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Letztendlich sollen durch die Verbesserung der Ausbildung die Volksgesundheit und das Gesundheitsbewusstsein gefördert und die Lebensqualität gehoben werden.
Die Absolventen des Lehrganges kommen aus verschiedenen Professionen: Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, Lehrer/innen von Gesundheits- und Krankenpflegeschulen, eine Heilpädagogin, eine Physiotherapeutin und ein Absolvent des Studiums der Kommunikationswissenschaften.

Kompetenzen und Fähigkeiten erweitern

Der Universitätslehrgang richtet sich an Menschen, die bereits im Gesundheits- und Sozialbereich tätig sind und ihre Kompetenzen und Fähigkeiten erweitern wollen. Zur Teilnahme berechtigt sind unter anderem

Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen mit dreijähriger Berufserfahrung und einschlägiger pädagogischer Kompetenz;

Lehrer/innen für Gesundheits- und Krankenpflege;

Ärztinnen und Ärzte;

Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung im Gesundheits- und Sozialbereich mit dreijähriger Berufserfahrung und einschlägiger pädagogischer Kompetenz. i40-11C

Franz Neumayr wird für das Landespressebüro den Redaktionen Fotos anbieten.


Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 27.02.2004

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