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Salzburger Verkehrstage



"Grenzenlos mit Bahn & Bus durch Europa"


"2. Salzburger Verkehrstage" am 15. und 16. Oktober in Laufen und Oberndorf im Zeichen der großen EU-Erweiterung



(LK) Die „2. Salzburger Verkehrstage“ stellen im Jahr der großen EU-Erweiterung 2004 den grenzüberschreitenden Bahn- und Busverkehr in den Mittelpunkt. Bei Eisenbahn-Unternehmen gibt es großen Aufholbedarf, sich europaweit zu organisieren, Barrieren für den Güter- und Personenverkehr abzubauen und auf Wachstum zu setzen. Die Frächter- und DieselBus-Lobby nutzt diese Wettbewerbsvorteile auf der Straße bereits. Die Chancen der Liberalisierung werden zu wenig genützt. Die Kunden im Personen- und im Güterverkehr bleiben auf der Strecke. Lange Grenzaufenthalte durch Lok-Wechsel (bedingt durch die verschiedenen Stromsysteme), unterschiedliche Tarife, unattraktive Fahrpläne und Reisezeiten bescheren dem öffentlichen Bus- und Bahnverkehr erhebliche Fahrgastrückgänge.


Dies ist die Themenstellung für die „2. Salzburger Verkehrstage“, die von der Nahverkehrs-Plattform „Regionale Schienen“ von Freitag, 15. Oktober, 9.00 Uhr, bis Samstag, 16. Oktober, 13.00 Uhr, im Seminarzentrum „Kapuzinerhof“ im bayerischen Laufen und im „Gasthaus zur Bahn“ der Nachbarstadt Oberndorf veranstaltet werden. Nach einer Begrüßung durch den Salzburger Verkehrsreferenten Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer, Landrat Hermann Steinmaßl von der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein und ersten Bürgermeister Ludwig Herzog von der Stadt Laufen diskutieren Vertreter von Verkehrsunternehmen, Fahrzeughersteller, internationale Experten und Vertreter von Fahrgastinitiativen das Thema mit dem Ziel, Strategien für die Zukunft des grenzüberschreitenden Bahn- und Busverkehrs zu entwickeln.


Der Freitag-Vormittag in Laufen ist den Grundsatzreferaten „Der europäische Fahrgast – ist er (noch) erwünscht?“ von Trevor Garrod vom Europäischen Fahrgastverband und „Alpenquerung – Transit am Ende oder Lösungen möglich?“ von Karl Fischer vom Logistik Kompetenz Zentrum in Prien am Chiemsee gewidmet; dazu kommen Referate von Thomas Mösl von der Universität Innsbruck zum Thema „Europaregion Tirol“ und Mag. Georg Fuchshuber vom Verkehrsverbund Tirol zum Thema „Die Regiobusse in Tirol – grenzüberschreitend“. Der Freitag-Nachmittag, ebenfalls im „Kapuzinerhof“, steht unter dem Generalthema „Hin und her in der Region: Grenzenloser Regionalverkehr“. Es referieren Projektleiter Pierre Strittmatter aus der Schweiz zum Thema „Bodan-Rail 2020: Das attraktive Bahnangebot im Großraum Bodensee für das neue Jahrhundert“, Ing. Dietmar Interholz von Siemens Österreich über „Europäische Regionen: Grenzüberschreitende Triebfahrzeuge“, Dipl.-Ing. Otfried Knoll, Geschäftsführer der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft, über „Der Osten öffnet sich – Grenzenlos von Tschechien zu den Nachbarn“ sowie Direktor Gunter Mackinger von der Salzburg AG über „Eine Bahn an der Grenze: Chancen – Risiken – Widerstände“.


Der Freitag-Abend ist einem Mix von Verkehrspolitik und Kultur gewidmet: Auf dem Bahnhof Oberndorf wird ab 17.00 Uhr im Postwaggon der Salzburger Eisenbahnerphilatelisten die Ausstellung „Egon Schiele und die Eisenbahn“ eröffnet, die einer Zusammenarbeit mit dem Egon-Schiele-Museum in Tulln und dem Schiele-Zentrum in Krumau in Tschechien zu verdanken ist. Dabei sprechen der Oberndorfer Bürgermeister Peter Schröder und Generaldirektor Edwin Pircher von der Schiele-Gesellschaft, die musikalische Umrahmung kommt von „Quattro Postilione“ aus Salzburg. Nach einer Fahrt der Tagungsteilnehmer mit dem Triebwagen „Integral“ der Bayerischen Oberlandbahn beginnt um 19.00 Uhr in der Lokalbahn-Remise in Salzburg-Itzling die Präsentation neuer Europa-Triebzüge wie „Talent“ der Firma Bombardier, „Desiro“ von Siemens, „Integral“ von BOB/Connex und des Lokalbahn-Triebwagens von Bombardier. Zum Anlass sprechen Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, Vorstandsdirektor Dr. Arno Gasteiger und Lokalbahn-Direktor Mackinger, es folgt das Kabarett Dietmar Salcher, umrahmt von der „Akkordeon Vielharmonie Salzburg“.


„Kreuz & Quer durch Europa: Grenzenloser Fernverkehr“


Das Tagungsprogramm am Samstag, 16. Oktober, von 8.30 Uhr bis 11.00 Uhr im Gasthaus „Zur Bahn“ steht unter dem Generalthema „Kreuz & Quer durch Europa: Grenzenloser Fernverkehr“. Dabei referieren Dr. Albert E. Lambert von der Arbeitsgemeinschaft Eisenbahn – Technik und Betrieb aus Luxemburg über „Neue Grenzen im Europa von morgen“, Dipl.-Ing. Florian Ismaier von der Initiative „Magistrale für Europa“ in Karlsruhe über diese geplante Bahn-Hauptschiene zwischen Paris und Budapest, Wilhelm Bachmayer von Bombardier Transportation in Wien über „Rasende Triebzüge durch Europa – D i e Alternative zu den Billigfliegern?“ und Gunnar Arnold vom Vertrieb Talgo in Berlin über „Mit Neigezügen kreuz & quer durch Europa“.


Die „2. Salzburger Verkehrstage“ in Laufen und Oberndorf werden von 11.00 bis 13.00 Uhr mit einem Podiumsgespräch über das Thema „Bahnbetreiber für Europa – Grenzenlose Expansion“ unter der Leitung von Dr. Heinrich Breidenbach vom „Salzburger Fenster“ abgeschlossen; zu diesem Thema diskutieren Mag. Karl Zöchmeister, Leiter Personenverkehr der ÖBB, Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern, Dipl.-Ing. Hans Leister, Geschäftsführer der Connex Verkehr GmbH Berlin, Trevor Garrod, Vorsitzender des Europäischen Fahrgastverbandes aus Großbritannien, Direktor Mackinger, Mag. Fuchshuber und Mag. Peter Haibach, Sprecher „Pro Bahn Österreich“ aus Bürmoos, der auch für die gesamte Veranstaltung verantwortlich zeichnet. i197-11



Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 11.10.2004

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