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Salzburg hat EU-weit die niedrigste Frauenerwerbslosenquote



Salzburg hat EU-weit die niedrigste Frauenerwerbslosenquote


Burgstaller: Bildung hilft Frauen / Haslauer: Wirtschaftspolitik bestätigt / Buchinger: 2005 Schwerpunkt Jugendbeschäftigung




(LK) Das Bundesland Salzburg hat im Vergleich aller Regionen in den 25 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die niedrigste Frauenerwerbslosenquote. Das geht aus einem Bericht, der heute, Dienstag, 9. November, von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, veröffentlicht wurde, hervor. Verglichen wurden die Erwerbslosenquoten (der prozentuale Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen) in allen 254 EU-Regionen im Jahr 2003 auf Grundlage der gemeinschaftlichen Arbeitskräfteerhebung.


Bei der Erwerbslosenquote insgesamt liegt Salzburg mit 2,3 Prozent an zweiter Stelle hinter der Region Bozen in Italien (2,0 %). In den 25 EU-Mitgliedstaaten wurden 2003 sehr unterschiedliche regionale Erwerbslosenquoten gemessen. Am höchsten war die Quote mit 31,8 Prozent auf der überseeischen Insel Réunion (Frankreich). Der zwischen 2002 und 2003 in der EU insgesamt beobachtete leichte Zuwachs der Erwerbslosigkeit von 8,9 Prozent auf 9,1 Prozent fand seinen Niederschlag auch auf regionaler Ebene: Knapp 60 Prozent der 254 Regionen der EU wiesen gestiegene Erwerbslosenquoten auf.


Burgstaller: Mit aktiver Arbeitsmarktpolitik Frauen fördern


„Dass Salzburg die europaweit niedrigste Frauenarbeitslosenquote hat, freut mich als Frauenreferentin besonders. Salzburg kann zwar die Lage am Arbeitsmarkt alleine nicht wesentlich verändern – aber mit den Mitteln der aktiven Arbeitsmarktpolitik sehr wohl Frauen fördern – oder durch eine gute flächendeckende Kinderbetreuung Beruf und Familie besser vereinbaren“, so Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller zu den Zahlen. Was bleibe, sind allerdings die Einkommensunterschiede: Frauen verdienen immer noch weniger als Männer. Burgstaller: „Und auch da kann mit guter Ausbildung gegengesteuert werden – indem man Frauen etwa dazu ermuntert, nichttraditionelle Berufe zu ergreifen – und nicht zuletzt im öffentlichen Dienst: Da eröffnet das Gleichbehandlungsgesetz die Möglichkeit, Frauen direkt zu fördern."


Haslauer: Wirtschaft schafft Arbeitsplätze, Politik die Rahmenbedingungen


„Dieses ausgezeichnete Ergebnis zeigt, dass die Wirtschaftstreibenden und ihre Mitarbeiter ganz hervorragend gearbeitet haben, dass aber auch der wirtschaftspolitische Kurs der Landespolitik in den vergangenen Jahren der richtige war. Für mich ist klar: Nicht die Politik schafft Arbeitsplätze, sondern die Wirtschaft schafft Arbeitsplätze. Es ist aber Aufgabe der Politik, für optimale Rahmenbedingungen zu sorgen, ohne die wir dieses Ergebnis nicht erreicht hätten“, zeigte sich Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer über das hervorragende Abschneiden Salzburgs im Europäischen Vergleich erfreut.


Es gehe jetzt darum, das wirtschaftsfreundliche Klima in Salzburg zu halten, Stärken auszubauen und auch neue Märkte und Möglichkeiten insbesondere im Export zu finden. „Dieses Ergebnis zeigt: Eine wirtschaftsfreundliche Politik ist kein Minderheitenprogramm für Unternehmer, sondern kommt einer breiten Bevölkerungsmehrheit zugute“, betonte Haslauer.

Buchinger: Auch bei Jugendbeschäftigung Europameister werden


Arbeitsmarktreferent Landesrat Dr. Erwin Buchinger will sich trotz der erfreulichen Zahlen die Latte hoch legen: „In Österreich gelten strengere Standards bei der Ermittlung der Erwerbslosenquoten, weshalb man das Ergebnis nicht überbewerten sollte. Wir müssen und können noch viel besser werden. Unser Ziel heißt Vollbeschäftigung.“ Bei den Frauen führt Buchinger das gute Ergebnis auf die Beschäftigungsstruktur im Bundesland in den Branchen Dienstleistung und Handel, auf gute Erwerbsmöglichkeiten bei der Teilzeit und die bereits seit Jahren konsequent verfolgte Politik von Land und Arbeitmarktservice zurück. 2005 will Buchinger den arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkt auf mehr Jugendbeschäftigung setzen. „Auch hier wollen wir in Zukunft zu den Europameistern gehören“, so Buchinger.


Österreich holt die „Mannschaftswertung“


53 der 254 Regionen verzeichneten 2003 eine Erwerbslosenquote von 4,5 Prozent oder weniger, d h. der Hälfte des Durchschnitts von EU25 (9,1 %). Dazu gehörten elf der zwölf niederländischen Regionen, acht der neun österreichischen Bundesländer (Wien 7,7 Prozent), 18 Regionen des Vereinigten Königreichs und acht Regionen in Italien. Auch in Zypern und Luxemburg lag die Erwerbslosigkeit unter diesem Durchschnitt, ebenso in jeweils einer Region Belgiens, der Tschechischen Republik, Irlands, Ungarns, Portugals und Schwedens. Im Gegensatz dazu wiesen 25 Regionen eine Quote von mindestens 18,2 Prozent auf, was dem Doppelten des EU25-Mittelwerts entspricht: zehn der 16 polnischen, fünf deutsche, vier französische (alle Überseedepartements), drei italienische und zwei slowakische Regionen sowie eine spanische Region. Die Zahlen sind im Detail im Internet unter http://europa.eu.int/rapid/pressReleasesAction.do?reference=STAT/04/133&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en nachzulesen. i216-60b



Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 09.11.2004

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