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Der Wald im Land Salzburg
"Grünes Multitalent" verändert Landschafts-Charakter
S. Eisl: Vernünftiger Umgang mit dem Zuwachs an Waldflächen / Natur Land Salzburg erschienen
LK Ÿ Der Wald als „grünes Multitalent“ bringe im Land Salzburg auf 332.000 Hektar enorme Leistungen. Mehr als 50 Prozent des Landes seien mit Wald bedeckt. Darauf verwies Naturschutzreferent Landesrat Sepp Eisl in der neuen Ausgabe von „Natur Land Salzburg“, die kürzlich erschienen ist. In Salzburg entstehen pro Jahr 1.000 Hektar neuer Waldfläche auf natürlichem Weg. Entscheidend sei aber die „Dosis“, zu viel des Guten könne schnell zu einer massiven Belastung für andere berechtigte Interessen werden, so Eisl.
Deshalb bedürfe der rapide Zuwachs an Waldflächen einer grundlegenden Auseinandersetzung. So sei beispielsweise der abwechslungsreiche Charakter der Salzburger Landschaft durch eine zunehmende Verwaldung bedroht. Die durch die so genannte Verbuschung und Verwaldung bewirkten möglichen Veränderungen im Landschaftscharakter werden heute vielfach unterschätzt, so Eisl. Diese fallen teilweise viel gravierender aus als so mancher Eingriff ins Landschaftsbild. Landesrat Sepp Eisl hat deshalb die Naturschutzabteilung des Landes beauftragt, sich in Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen wie der Forst- und Almwirtschaft mit dieser Aufgabenstellung zu beschäftigen. Folgende Ergebnisse werden erwartet:
· eine auf zuverlässige Daten beruhende Abschätzung der Entwicklungstendenzen im Landschaftscharakter Salzburgs;
· eine zunächst durch Pilot-Landschaftseinheiten durchgeführte Analyse, wo Waldzuwachs erforderlich ist und wo nicht;
· Entwicklung von Steuerungsinstrumenten zur Vermeidung unerwünschter Waldzuwächse.
Die Ergebnisse der Studie sollen Aufschlüsse über die Folgen bei gleich bleibender Entwicklung bringen. Am 12. und 13. März wird zu diesem Thema eine Tagung von Wissenschaft und Praxis an der Universität Salzburg stattfinden. Ganz entscheidend sei die Bewusstseinsbildung und Information der Öffentlichkeit, so Eisl. Neben der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft Salzburgs, die Triebfeder der Tourismusbranche sei, dürfe man auch die eigenen Bedürfnisse und Wünsche an den Lebensraum nicht vergessen. i2-43
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 05.01.2004
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