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Land Salzburg: Wasser für das Weidmoos



Wasser für das Weidmoos


S. Eisl: 1,2 Millionen Euro werden bis 2007 in das Salzburger Life-Projekt investiert




LK • In den kommenden Jahren bis 2007 sollen rund 4,6 Millionen Euro an Förderungen aus dem EU-Naturschutzprogramm Life in drei neue österreichische Naturschutzprojekte und ein neues grenzüberschreitendes Artenschutzprojekt fließen. „Für uns Salzburger ist es besonders erfreulich, dass als eines dieser Life-Projekte das Weidmoos, ein Vogelschutzgebiet bei
St. Georgen und Lamprechtshausen, ausgewählt wurde. Mit dem Geld aus dem EU-Topf kann das Habitatmanagement in diesem Schutzgebiet auf einer Fläche von 118 Hektar wertvolle Lebensräume für seltene Vogelarten noch besser erhalten und verbessern“, betonte Naturschutzreferent Landesrat Sepp Eisl heute, Mittwoch, 7. Jänner.

Zusätzlich könne man neue Lebensräume schaffen und somit den Bestand von Blaukehlchen, Rohrweihe, Tüpfelsumpfhuhn und Zwergrohrdommel und anderer seltener Vögel auf Dauer sichern. Um die Natur im Weidmoos hautnah erleben zu können, werden zudem verschiedene Einrichtungen für Besucher (Aussichtsturm, Themenweg, Infostelle) geschaffen.

Die Gesamtkosten des Projektes betragen 1,2 Millionen Euro, davon kommen 600.000 Euro von der EU. 36.000 Euro zahlt der Bund, 528.000 Euro trägt das Land Salzburg bei, und 36.000 Euro werden von den Projektpartnern Lamprechtshausen, St. Georgen sowie dem Torferneuerungsverein Weidmoos eingebracht.

Zentraler Bestandteil des Life-Projekts Weidmoos sind umfangreiche „Vernässungsmaßnahmen“ und Geländemodellierungen, um vielgestaltige Wasserflächen neu zu schaffen. Diese Flächen bilden ideale Lebensräume für die Vogelwelt, führte Dipl.-Ing. Bernhard Riehl, der Projektleiter von der Naturschutzabteilung des Landes, aus. Gleichzeitig sollen sie verhindern, dass das Weidmoos weiterhin so rasant mit Gehölzen zuwächst. Auf Grundlage des Landschaftspflegeplans wurde hierzu in den vergangenen Monaten die Detailplanung durch ein fachübergreifendes Planerteam aus den Bereichen Wasserbau, Landschaftsplanung, Moorökologie und Geologie erstellt.

Kernpunkte der Planung sind der Rückhalt des Regenwassers und die „Überstauung“ großer Flächen durch zahlreiche, meist nur niedrige (maximal 1,5 Meter) Erddämme. Große attraktive Wasserflächen sollen im Süden im Bereich der geplanten Besuchereinrichtungen (Vogel-beobachtung) geschaffen werden. Die kontrollierte Abgabe von Überschusswasser von Stauraum zu Stauraum und schließlich in die nördlich des Weidmooses gelegene Moosach, regulierbare Stauvorrichtungen für ein flexibles „Wassermanagement“ sowie ausreichend große, nicht vernässte Bereiche für langfristige Streuwiesennutzung sind weitere Vorhaben.

Die Maßnahmen sollen in den Jahren 2004 bis 2007 abschnittsweise umgesetzt werden, um unvermeidliche Störungen jeweils auf ein Teilgebiet zu begrenzen und zudem eine kontinuierliche Evaluierung und Optimierung der Maßnahmen zu ermöglichen, so Landesrat Sepp Eisl abschließend. i3-11


Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 07.01.2004

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