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Beste Fitnessbetriebe im Land Salzburg erhalten Gütesiegel
Beste Fitnessbetriebe erhalten Gütesiegel
Burgstaller: Gesundheitsförderung und Konsumentenschutz gehören zusammen / Erste Auszeichnungen im Frühjahr
LK • Erstmals in Österreich schreiben öffentliche Institutionen in Salzburg ein Qualitätssiegel für gesundheitsorientierte Fitnessbetriebe aus. Das neue Gütezeichen richtet sich an Salzburger Gesundheitsbetriebe und Fitness-Studios. „Wir wollen die besten Fitnessbetriebe im Land auszeichnen. Gesundheitsförderung und Konsumentenschutz bilden für mich eine enge Verbindung“, sagte heute, Montag, 12. Jänner, Gesundheitsreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Gabi Burgstaller. Jeder zehnte erwachsene Österreicher „trimmt“ sich in einem Fitness-Studio. Besonders in der kalten Jahreszeit ist das Krafttanken „in“. Rund 400 Millionen Euro werden pro Jahr von den rund 800 Anbietern umgesetzt. Die durchschnittliche Monatsgebühr beträgt laut Branche 63 Euro. Die durchschnittliche Jahresgebühr beträgt 575 Euro in Österreich. In Salzburg liegt dieser Wert laut Wirtschaftskammer bei 560 Euro. „Der Verdrängungswettbewerb auf dem Markt ist enorm. Viele kleine Studios eröffnen und machen nach einigen Monaten schon wieder zu“, so Burgstaller. Die großen Ketten wie Holmes Place, Elixia und Kieser & Co. dominieren den heimischen Fitness-Studio-Markt.
„An rund 60 gesundheitsorientierte Fitnessbetriebe in Salzburg richtet sich das neue Gütesiegel. Der Konsument/die Konsumentin bekommt so eine gute Übersicht. Im Frühjahr werden die ersten Qualitätszeichen von Land, Arbeiter- und Wirtschaftskammer sowie Ärztekammer verliehen“, hob Burgstaller die Partnerschaft der öffentlichen Institutionen hervor. Das Gütezeichen ist unter anderem an die korrekte Einhaltung vertragsrechtlicher Bestimmungen geknüpft. Auch Nahrungsergänzungsmittel ohne gesundheitsschädigende Zusätze, die man als Konsument zum Teil über die Fitnessbetriebe erhält, sind ein Thema für das Qualitätssiegel. Sportärzte und unabhängige Kontrolleure aus Arbeiter-, Wirtschafts- und Ärztekammer sowie der Arbeitskreis zur Förderung des Präventiv- und Gesundheitssports nehmen die teilnehmenden Betriebe in den nächsten Wochen und Monaten genau unter die Lupe und kontrollieren die Einhaltung der Bestimmungen für das Gütesiegel auch nach der Verleihung. Die Kosten für das Qualitätssiegel betragen pro Betrieb 1.000 Euro. „Das Gütezeichen hat sicher einen positiven Werbeeffekt“, verspricht sich Burgstaller eine rege Teilnahme an der Ausschreibung.
Salzburg ist sportlich
Salzburg sei ein guter Boden für Gesundheitsbetriebe, sagte Gesundheitsreferentin Burgstaller, die selber regelmäßig ein Fitness-Studio in der Stadt Salzburg besucht. Laut Gesundheitsbericht des Landes ist der Anteil jener Menschen, die bewusst regelmäßig Sport und Bewegung für ihre Gesundheit machen, mit 41 Prozent wesentlich höher als der Bundesdurchschnitt (36 Prozent). „Das trifft für alle Altersgruppen und auf Frauen wie Männer gleichermaßen zu. Nach Tirol hat Salzburg den höchsten Anteil der Sport ausübenden Bevölkerung“, zitierte Burgstaller aus dem Gesundheitsbericht des Landes. Innerhalb des Landes haben die Lungauer sportlich die Nase vorne, im Zentralraum üben die Menschen im Vergleich noch am wenigsten „körperliche Aktivitäten zum Zwecke der Gesundheitsförderung“ aus.
Gesundheitsgymnastik, Wirbelsäulentraining, Rückenschule, koordiniertes Funktionstraining, Gesundheitsturnen und Haltungsgymnastik sind nur einige wenige Kurs-Inhalte, die in den Fitnessbetrieben angeboten werden. Um die Qualität zu garantieren, müssen gewisse Kriterien erfüllt werden. Da setzt das neue Qualitätssiegel von Land, AK, WK und Ärztekammer an. Die Kriterien umfassen die fachliche Qualifizierung der Studioleitung und des Personals, das am Gesundheitssport orientierte Programm, die individuelle Trainingsplanung und -steuerung, den hochwertigen Gerätepark, adäquate Rahmenbedingungen für das Training sowie rechtlich korrekte Vertragsbedingungen für die Konsumenten. Für das Label „fit + ok“ muss ein Studioleiter über umfangreiches fachliches Wissen und Motivationsfähigkeiten für seine Mitarbeiter verfügen. Unter anderem ist ein einschlägiges Hochschulstudium oder eine absolvierte Fitness-Lehrwart-Ausbildung bzw. mehrjährige Berufspraxis in leitender Funktion gefordert. Auch auf das qualifizierte Trainerpersonal legt man Wert. Für das neue Gütesiegel ist unerlässlich, dass das Trainerpersonal gewisse fachliche Qualifikationen zwingend aufweisen kann. Ernährungsberater in gesundheitsorientierten Fitnessbetrieben müssen entweder Absolventen eines Hochschulstudiums für Ernährungswissenschaften oder diplomierte Diätassistenten oder Mediziner mit geeigneten Zusatzqualifikationen oder geprüfte Ernährungsberater sein.
Kurse orientieren sich an Gesundheitsförderung
Das inhaltliche Kurs-Angebot in einem gesundheitsorientierten Fitnessbetrieb richtet sich unter anderem nach folgenden gesundheitsfördernden Zielen:
· Belastbarkeit des Herz-Kreislauf-Systems verbessern;
· Beweglichkeit und Koordination aufbauen und stabilisieren;
· selbstverantwortliches Handeln gegenüber dem eigenen Körper fördern;
· Schulung der Körperwahrnehmung;
· Entspannungsfähigkeit;
· Bewegung als wohltuend, spaßbetontes und kommunikatives Angebot erfahren;
· Ausdauertraining;
· Kräftigung und Dehnung;
· funktionelle Gymnastik.
Ein hochwertiger Gerätepark in einem gesundheitsorientierten Fitnessbetrieb umfasst regelmäßige Sicherheits-Prüfungen der Geräte, eine ausreichende Gewichtsdosierung auch nach unten, regelmäßige Wartung usw. Adäquate Rahmenbedingungen in einem potenziellen Gütesiegel-Betrieb bedeuten ausreichend sanitäre Anlagen, Sauberkeit und Hygiene als Grundbedingungen. Korrekte Vertragsbedingungen unterliegen dem Konsumentenschutzgesetz und aktueller Rechtssprechung – insbesondere hinsichtlich Haftung, Rücktritt und Verlängerungsklauseln. Mitgliedschaften, die sich automatisch verlängern und Verträge, die im Unfall- oder Krankheitsfall schwer zu lösen sind, umfassen die meisten Beschwerden beim Konsumentenschutz. Ein Gütesiegel-Betrieb muss auch hier vorbildhaft sein. i6-11
Franz Neumayr wird den Redaktionen für das Landespressebüro Fotos anbieten.
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 12.01.2004
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