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Die Eberesche ist "Baum des Jahres" - Land Salzburg und Österreich
Die Eberesche ist "Baum des Jahres"
S. Eisl: Pionier auf nicht bewaldeten Flächen / Eberesche kann 120 Jahre alt werden
LK Ÿ Die Eberesche ist der „Baum des Jahres 2004“ in Österreich. Darüber informierte Naturschutzreferent Landesrat Sepp Eisl heute, Mittwoch, 14. Jänner. Ausgewählt wird dieser Baum des Jahres vom Kuratorium Wald gemeinsam mit dem Lebensministerium. „Die Eberesche, bei uns als ‚Vogelbeere’ bekannt, gehört zur Familie der Rosengewächse“, sagte Eisl. Der 15 bis 20 Meter hohe Baum mit hellgrauer Rinde ist in den heimischen Wäldern dispers, er bildet also keine Reinbestände, sondern meist einzeln, selten in kleineren Gruppen, beigemischt bis in Seehöhen von rund 1.800 Metern zu finden. Häufiger sieht man die Eberesche entlang von Straßen als Alleebaum, in Gärten oder an Hofzufahrten.
Eberesche stellt geringe Ansprüche
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Eberesche erstreckt sich fast über ganz Europa. Sie ist frosthart und hat nur geringe Ansprüche was den Standort betrifft. Während sie in der Jugend auch mäßigen Schatten etwa durch benachbarte größere Bäume erträgt, benötigt sie in höherem Alter – sie kann rund 120 Jahre alt werden – sonnige Standorte. Forstlich und ingenieurbiologisch kommt der Eberesche als Pionier-Baumart, also Erstbesiedler nicht bewaldeter Flächen, einige Bedeutung zu. Für den Naturschutz sei sie vor allem durch ihre leuchtend rote Beerentracht im Spätsommer/Frühherbst, mit der sie sehr auffällig das Landschaftsbild prägt, bedeutsam, berichtete Naturschutzreferent Eisl.
Für Vögel und für Bienen wertvoll
Auch als Bienenweide sind die dicht stehenden weißlichen Blüten gerne gesehen, weshalb Ebereschen auch in Hecken gepflanzt werden. Ihre Samen werden von Vögeln verbreitet, weshalb sie leicht verbreitet werden und zur (Wieder-)Besiedlung von Kahlflächen beitragen kann. Bekannt ist vor allem die Verwendung der Vogelbeeren zur Schnapsbrennerei. Vogelbeeren sind eigentlich Scheinfrüchte, die jeweils zwei bis vier tropfenförmige Samen enthalten. Das hellbraune, relativ homogene Holz der Eberesche kann für Schnitzereien und Drechselarbeiten verwendet werden. i8-44
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 14.01.2004
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