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Lehrgang für zukünftige Bürgermeisterinnen im Land Salzburg



Frauen in der Gemeindepolitik


Burgstaller und Mödlhammer im Gespräch über Bürgermeister/innen am Freitag, 16. Jänner




LK • „Ein Lehrgang für zukünftige Bürgermeisterinnen… Hätten Männer das auch nötig?“ ist die zentrale Frage des Kamingesprächs morgen, Freitag, 16. Jänner, um 19.30 Uhr im Kolpinghaus Salzburg, Adolf-Kolping-Straße 10. Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Gabi Burgstaller und der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes Bürgermeister Helmut Mödlhammer werden darüber diskutieren, welche Erwartungen die Salzburgerinnen und Salzburger an ihre Bürgermeister/innen haben und ob es Frauen als Chefinnen in Gemeindestuben schwerer als Männer haben. Das Kamingespräch wird von Mag. Romana Rotschopf, die Frauenbeauftragte des Landes, moderiert. Alle Interessierten sind zu diesem Diskussions-Abend eingeladen.

Angesichts der Schwierigkeit, in einigen Gemeinden Bürgermeisterkandidaten zu finden (z. B. im Pongau), stellt sich die Frage, wie attraktiv und erstrebenswert das Bürgermeisteramt generell ist; und ob es dann die Frauen sind, die als „Trouble-Shooterinnen“, also als Problem-löserinnen, die Kohlen aus dem Feuer holen sollen?

Diese Erfahrung machte Anna Franz, Trainerin im Salzburger Lehrgang für zukünftige Bürgermeisterinnen. Franz übernahm das Amt als Bürgermeisterin in der Vorarlberger Gemeinde Bezau 1998, in einer Zeit, als es niemand wollte. Konflikte innerhalb der Gemeinde lähmten die Arbeit, das Klima war vergiftet. Mit politischem Gespür, harter Arbeit und Überzeugungskraft konnte sie die Konflikte bereinigen und wurde auch bei der Bürgermeister-Direktwahl mit 75 Prozent der Stimmen überwältigend in ihrem Amt bestätigt.

Was macht die Politik mit Frauen und auch mit Männern? Das interessiert vor allem auch die zwölf Teilnehmerinnen des Lehrgangs „Von 0 auf 100! Salzburg braucht Bürgermeisterinnen“, die an diesem Wochenende das letzte Training absolvieren. Sie können dabei von den Erfahrungen der beiden Bürgermeisterinnen Anna Franz und Johanna Rumschöttel (1. Bürger-meisterin in Neubiberg/Landkreis München) profitieren und werden vom Amtsleiter der Marktgemeinde Bad Hofgastein, Karl Heinz Karpf, aus erster Hand über Gemeindeabläufe und -spielregeln informiert.

Der Tag, an dem sich entscheidet, wer in den nächsten fünf Jahren in den Gemeinden Bürgermeister oder Bürgermeisterin sein wird, rückt näher. Die Wahlen finden gemeinsam mit der Landtagswahl und den Gemeindevertretungswahlen am Sonntag, 7. März 2004, statt. Die Kandidatinnen sind bestens vorbereitet. Was bleibt, ist nun die Frage: Ist die Zeit in Salzburg reif für die ersten Bürgermeisterinnen? Weitere Informationen gibt es im Büro für Frauenfragen und Chancengleichheit, Telefon 0662/8042-4041. i9-110


Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 15.01.2004

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