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Salzburgs innovative Forschungsbetriebe gekürt
Salzburgs innovative Forschungsbetriebe gekürt
Haslauer bei der Verleihung des Innovationspreises der Salzburger Wirtschaft: Bedeutend mehr in F&E investieren
(LK) Seit Jahresbeginn hat der Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF) 36 Forschungs- und Entwicklungsprojekte (F&E) von Salzburger Unternehmen mit Gesamtforschungskosten von rund 14,8 Millionen Euro gefördert. Für diese Innovationsprojekte wurden den Salzburger Betrieben Förderbeiträge im Gesamtausmaß von rund 3,3 Millionen Euro sowie zinsbegünstigte Darlehen in Höhe von 3,6 Millionen Euro genehmigt. Das Wirtschaftsressort des Landes unterstütze 35 F&E-Projekte von Salzburger Kleinunternehmen zusätzlich mit rund 525.000 Euro, um damit das Thema Forschung auch für kleine Unternehmen zu einer wichtigen Unternehmensstrategie zu machen.
„In Salzburg wurde durch eine Verdoppelung der Fördergelder für den Bereich anwendungsorientierte Forschung ein wichtiger Schritt gesetzt. Um den österreichischen Zielvorgaben entsprechen zu können, ist Salzburg gefordert, einen Beitrag zu leisten und muss daher in Zukunft bedeutend mehr in F&E investieren“. Dies erklärte Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer gestern, Donnerstag, 7. Oktober, Abend bei der Verleihung des Innovationspreises der Salzburger Wirtschaft 2004 im WIFI Salzburg.
Als Gesamt-Landessieger wurde die Firma AB Mikroelektronik mit dem Projekt „Hochintegriertes Mechatronik-Modul zur Ansteuerung der weltweit ersten in Serie hergestellten elektrischen Kühlwasserpumpe für Automobilmotoren" gekürt und wird als Salzburger Vertreter für den Staatspreis für Innovation vorgeschlagen. Weitere Preisträger sind Windhager Zentralheizung mit dem Projekt „Pneumatische Pellets-Lagerraumaustragung mit Saugturbine, Umschalteinheit und 3 Saugsonden" (Kategorie Industrieunternehmen), Platus Learning Systems GmbH mit dem Projekt „Lern- und Therapiesystem TOM" (Kleinstunternehmen ) sowie Top Bike Salzburg mit dem Projekt „Mozart Audio Tour" (Industrienahe Dienstleister).
F&E-Quote in Salzburg verdoppeln
Die Europäische Kommission habe sich ein sehr ehrgeiziges Ziel gesetzt: 2010 soll sich Europa zu einer wissensbasierten und zur wettbewerbsstärksten Forschungs- und Wirtschaftsregion entwickelt haben. Um dieses Ziel erreichen zu können, müssen die F&E-Ausgaben innerhalb der EU bis dahin in den EU-Staaten auf drei Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts erhöht werden. „In Anbetracht der für Salzburg typischen Betriebsgröße und Betriebsstruktur erfordert es auf regionaler Ebene alle Anstrengungen, um zur Erreichung dieser Ziele zumindest einen Beitrag leisten zu können“, so Wirtschaftsreferent Haslauer, der sich klar dazu bekannte, dass die derzeitige F&E-Quote Salzburgs von zirka einem Prozent im Sinne der Lissabon- und Barcelona-Ziele verdoppelt werden müsse. Salzburg zeichne sich durch eine Vielzahl kleiner und leistungsfähiger Unternehmen aus, die innovativ sind und durch Eigenleistung und den Willen zum Fortschritt Beachtliches geleistet haben.
Die Technologie- und Innovationsfördergelder des Landes wurden 2002 erstmals mehr als verdoppelt und in den Folgejahren auf diesem hohen Niveau stabilisiert. Durch diese massive Ausweitung des Technologie- und Forschungsförderungsbudgets wurde die maßgebliche
Finanzierungsgrundlage für die Aufbringung der Landes-Kofinanzierungsgelder für die beiden Salzburger Kompetenzzentren geschaffen:
· Salzburg New Media Lab
· ANET-e Tourism Center
· Darüber hinaus wurde das „Forschungszentrum für Food Design“ des Vereines Foodnet Salzburg maßgeblich mit Technologieförderungsgeldern des Landes unterstützt.
Als weitere Maßnahmen des Wirtschaftsressorts für eine höhere F&E-Quote erwähnte
Haslauer die Gründung der ITG (Innovations- und Technologietransfergesellschaft) zur Umsetzung einer effektiven regionalen Innovations- und Technologietransferstrategie, das Christian Doppler Labor „Biomechanics in Skiing“ zur Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, das am 25. November eröffnet wird, sowie die Diskussionsplattform „Sport – Bewegung – Gesundheit“ zur Stärkung der Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Innovationspreis 2004
Für den Innovationspreis 2004 haben sich 47 Salzburger Unternehmen beworben, die innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickelt und auf den Markt gebracht haben. Der Innovationspreis wird in vier Kategorien vergeben:
· Industrieunternehmen mit über 250 Mitarbeitern
· Kleine und mittlere Unternehmen mit 20 - 250 Mitarbeitern
· Kleinstunternehmen mit unter 20 Mitarbeitern
· Industrienahe Dienstleister. i196-60
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 08.10.2004
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