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Krebs Aufklärungsaktion in Salzburg



Brustkrebs - Selbstuntersuchung kann Leben retten


Burgstaller und Krebshilfe präsentieren neue Aktion in Salzburg / Häufigste Krebs-Erkrankung bei Frauen




LK • „Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Leider erkranken immer häufiger auch jüngere Frauen. Bei rechtzeitiger Entdeckung ist Brustkrebs zu heilen. Daher starten wir gemeinsam eine Aufklärungsaktion in Salzburg“, sagte heute, Freitag, 16. Jänner, Gesundheitsreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Gabi Burgstaller in einem Informationsgespräch mit Doz. DDr. Anton H. Graf, dem Präsidenten der Salzburger Krebshilfe. In Zusammenarbeit mit der Salzburger Krebshilfe, der Salzburger Gebietskrankenkasse und dem Arbeitskreis für Vorsorgemedizin werden innerhalb des Projektes „Gesunde Gemeinde“ kostenlose Fachvorträge mit Diskussion zum Thema „Selbstuntersuchung der Brust“ angeboten. Zusätzlich wurde ein Info-Folder zur Selbstuntersuchung neu aufgelegt. Den Info-Folder erhält man kostenlos im Büro von Gesundheitsreferentin Burgstaller (Telefon: 0662/8042-3124).

Eingeladen wurden alle Gemeinden, an der Aktion mitzumachen. Der Fachvortrag kostet für die Gemeinden nichts, für die sonstigen Unkosten gibt es einen Zuschuss der GKK. „So sollen die Salzburgerinnen wohnortnah von Fachärzten für Frauenheilkunde alles Wichtige erfahren und auch ihre Fragen stellen können“, kündigte Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Gabi Burgstaller an.

Folgende „Gesunde Gemeinden“ haben sich schon für die Brustkrebs-Vorsorge-Information angemeldet: Werfenweng, Pfarrwerfen, St. Georgen, Henndorf, Hollersbach, St. Gilgen,
Bischofshofen, St. Koloman.

„Je früher der Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, die Brust erhalten zu können“, sagte Gesundheitsreferentin Burgstaller. Laut Gesundheitsbericht des Landes sind 2001 insgesamt 74 Frauen an Brustkrebs verstorben. Bei den Neuerkrankungen geht man in Salzburg von rund 300 pro Jahr aus, womit der Brustkrebs am häufigsten auftritt, gefolgt vom Dickdarmkrebs (130 Neuerkrankungen) und dem Lungen- und Magenkrebs (je 60 Neuerkrankungen). Bei Männern stehen dagegen der Lungen-, der Prostata- und der Dickdarmkrebs mit je 150 neuen Fällen pro Jahr an der Spitze. Jährlich erkranken etwa 4.200 Frauen in Österreich an Brustkrebs.

Brustkrebs ist alltäglich geworden. Rund jede achte österreichische Frau erkrankt einmal im Leben an Brustkrebs. Das ist auch der Grund warum so viele Frauen Angst vor der schweren Krankheit haben. „Diese Angst ist am besten zu besiegen, wenn die regelmäßige Selbstuntersuchung einmal pro Monat und der Besuch beim Frauenarzt nicht vergessen werden“, so
Gesundheitsreferentin Burgstaller. Der Zeitaufwand dafür ist gering, der Nutzen enorm. Viele Frauen meinen aber, dass sie das nicht können oder vielleicht falsch machen. Das stimmt nicht: Immerhin werden rund 90 Prozent aller Veränderungen der Brust von den Frauen selbst entdeckt, so die Landeshauptmann-Stellvertreterin.

Laut Salzburger Frauengesundheitsbericht untersuchen 31 Prozent der Frauen ihre Brust regelmäßig selbst, 43 Prozent nur manchmal. Das restliche Viertel untersucht die Brust nicht, weil nicht bekannt ist, wie das geht (elf Prozent) oder Angst besteht. Die unter 30-Jährigen führen die Selbstuntersuchung zu 50 Prozent nicht durch. „Es ist besonders wichtig, den Brustkrebs so früh wie möglich zu entdecken, da dann die Heilungschancen am größten sind“, wiederholte die Gesundheitsreferentin.

Der neue Info-Folder eignet sich als grundsätzliche Anleitung. Einfach und grafisch anschaulich wird die Selbstuntersuchung erklärt. Die richtige Beobachtung der Brust bei gleichzeitigem Anheben der Arme und einfache Tipps zur Tastuntersuchung werden erklärt. Bei der Selbstuntersuchung sollten die Frauen vor allem auf Knoten oder Verdichtungen des Gewebes, die früher nicht zu ertasten waren, achten. Weiters auf das Größerwerden der Brust, die Einschränkung der Beweglichkeit, auf Absonderungen bzw. Aufrauhungen oder Verfärbungen einer Brustwarze. Idealerweise erfolgt eine Brust-Selbstuntersuchung nach der Regelblutung, da die Brust dann besonders weich und locker ist. Frauen ohne Regelblutung (z. B. nach dem Wechsel) sollten zum Beispiel an jedem Monatsersten die Selbstuntersuchung durchführen, raten die Experten.

Weitere Empfehlungen zur Früherkennung von Brustkrebs:

· Ab dem 20. Lebensjahr: Selbstuntersuchung einmal monatlich und Tastuntersuchung durch den Arzt/die Ärztin einmal jährlich.

· Um das 35. Lebensjahr: Erste Mammographie (so genannte Basismammographie).

· Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr: Mammographie alle zwei Jahre.

· Ab dem 50. Lebensjahr: Mammographie einmal jährlich.

Empfehlungen zur Früherkennung von Unterleibskrebs: Auch ohne irgendwelche Beschwerden sollte einmal jährlich eine frauenärztliche Untersuchung erfolgen. Dabei wird unter anderem auch ein Krebsabstrich vom Muttermund abgenommen. i10-11

Die Beratungsstelle der Österreichischen Krebshilfe Salzburg befindet sich in der Mertensstraße 13, 5020 Salzburg, Telefon: 0662/87 35 35, Fax: 0662/87 35 35-4, E-Mail: krebshilfe.salzburg.@salzburg.at, Internet: www.krebshilfe.salzburg.at.


Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 16.01.2004

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