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Umweltentlastungsmassnahmen im Land Salzburg



Weitere 43 Millionen Euro für Umweltmaßnahmen an der A 10


Schausberger verhandelte erfolgreich mit Vizekanzler Gorbach




LK • In einer letzten Verhandlungsrunde einigten sich Bund, Land Salzburg und die ASFINAG jüngst über die offenen Fragen bei den Umweltentlastungsmaßnahmen anlässlich der Errichtung der zweiten Tunnelröhren durch Tauern und Katschberg. Damit erhalten die Gemeinden Hüttau, Eben, Flachau, Zederhaus und St. Michael die geforderten Schutzprojekte an der A 10. „Diese Einigung ist für mich einer der größten politischen Erfolge in der zu Ende gehenden Amtsperiode.“ Dies betonte heute, Montag, 19. Jänner, Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger, der in monatelangen Verhandlungen um ausreichende Schutzmaßnahmen für die Anrainer und die Natur an der A 10 gekämpft hat.

Den Durchbruch brachten ein Gipfelgespräch am 15. Dezember des Vorjahres zwischen Verkehrsminister, Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach, Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger und Vorstandsdirektor der ASFINAG Dipl.-Ing. Franz Lückler in Wien sowie ein weiteres Gespräch zwischen Vizekanzler Gorbach und den Landeshauptleuten Dr. Jörg Haider (Kärnten) und Schausberger am 9. Jänner in Anif.

Dabei wurde festgelegt, dass an der Strecke zwischen Hüttau (Salzburg) und Gmünd (Kärnten) Umweltentlastungsmaßnahmen in der Höhe von 242 Millionen Euro gebaut werden. Das sind um 43 Millionen Euro mehr als bisher zugesagt. „Allein 210 Millionen Euro davon kommen uns Salzburgern zugute“, zeigte sich Schausberger erfreut, der damit auch eine Lösung für die drei bisher offenen Teilprojekte Zederhaus-Nord, Eben/Gasthofberg und Flachau/Reitdorf erreicht hat. Voraussetzung für den Abschluss der Vereinbarung ist aber eine Einigung mit Kärnten, die bisher nicht vorliegt. Um die Verhandlungen im Interesse einer Gesamtlösung für alle A 10-Anrainer – also auch für Menschen in Kärnten – nicht zu gefährden, konnte das einvernehmliche Ergebnis mit Salzburg bisher nicht veröffentlicht werden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Salzburger Landesregierung einstimmig die anhängige UVP-Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof zurückzieht.

33 von 42 Lärmschutzprojekten in Salzburg

Konkret werden mit den 210 Millionen Euro mehr als 250.000 Quadratmeter Lärmschutzwände und fast 10,5 Kilometer „Einhausungen“ sowie die Verlegung von 850 Meter Autobahntrasse im Ortszentrum Zederhaus finanziert. „Österreichweit einzigartig ist die Errichtung mehrerer ‚Einhausungen’ in Leichtbauweise aus Holz und Glas“, ergänzte der Landeshauptmann, für den die Vorteile auf der Hand liegen: Geringere Kosten, Einsatz des Salzburger Baustoffes Holz sowie die kürzere Baudauer. „Außerdem bleibt den Verkehrsteilnehmern der Blick auf unser schönes Salzburg erhalten“, so Schausberger. Mit den ersten Maßnahmen könne noch 2004 begonnen werden, betonte ASFINAG-Chef Lückler und ergänzte: „Die ersten 70 Millionen Euro verbauen wir bereits bis 2007.“

Gewinner sind auch Verkehrsteilnehmer und heimische Wirtschaft

„Von dieser Einigung profitieren auch die Verkehrsteilnehmer, die heimische Wirtschaft und natürlich die Lungauer, denn es kann nun auch rasch mit der Errichtung der zweiten Tunnelröhren durch Tauern und Katschberg begonnen werden“, so Schausberger, für den klar ist, dass damit sowohl ein Mehr an Sicherheit als auch ein Weniger an Staus und Belastungen erreicht wird. Mit dem Bau des Katschbergtunnels soll 2004 und mit dem Bau des Tauerntunnels 2005 begonnen werden. „Freie Fahrt durch zwei moderne und sichere Röhren heißt es ab 2009“, brachte es Schausberger auf den Punkt.

Gemeinsam viel erreicht

„Das tolle Ergebnis ist das Verdienst der vielen engagierten Menschen, die alle ein gemeinsames Ziel vor Augen hatten, nämlich: Nicht den für die Region so lebenswichtigen Verkehr zu verhindern, sondern Mensch und Natur vor den Belastungen bestmöglich zu schützen“, lobte Landeshauptmann Schausberger, der namentlich die Vertreter des Arbeitkreises „Lebenswertes Zederhaus“, allen voran Veronika Pfeifenberger, den Projektleiter der ASFINAG, Dipl.-Ing. Alexander Walcher, sowie die Bürgermeister der Anrainergemeinden erwähnte. i11-60c


Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 19.01.2004

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