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EU-Gesundheitspolitik aus Salzburger Sicht



Regionen als "Praktiker" der europäischen Gesundheitspolitik

VRE-Kommission nimmt Stellung zur EU-Gesundheitsstrategie / Keine Liberalisierung bei der Daseinsvorsorge


VRE-Kommission nimmt Stellung zur EU-Gesundheitsstrategie

(LK) Zeitgleich mit dem siebten Europäischen Gesundheitsforum Gastein (EHFG), das morgen, Samstag, zu Ende geht, tagte auf Einladung von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller die Kommission „Sozialer Zusammenhalt, Sozialpolitik und öffentliches Gesundheitswesen“
der Versammlung der Regionen Europas (VRE) gestern, Donnerstag, 7. Oktober, in Bad Hofgastein.

Die Teilnehmer bewerteten die neue europäische Gesundheitsstrategie der Europäischen Kommission, die von EU-Gesundheitskommissar David Byrne vorgestellt wurde, aus regionaler Sicht und betonten, dass interregionale Partnerschaften ein wirksames Instrument für die Ausarbeitung der Gesundheitspolitik sind. Unterstützt wird von den Regionen der Kommissionsvorschlag, die Gesundheit als eines der Ziele bei den EU-Strukturfonds aufzunehmen. Allerdings sind die Regionen dabei ausreichend einzubinden, da sie am meisten Erfahrung mit konkreten Gesundheitsfragen besitzen.

Zweiter Hauptpunkt der Beratungen war das Thema Daseinsvorsorge. In ihrem Weißbuch zur Daseinsvorsorge kündigt die Europäische Kommission an, dass sie beabsichtigt, 2005 die Dienstleistungen im Bereich Gesundheit und Soziales zu reformieren, damit eingeschätzt werden kann, ob in diesen Bereichen Europäische Bestimmungen notwendig sind und um eine Europäische Strategie auf diesem Gebiet zu entwerfen. Die Mitglieder der VRE sprachen sich gegen eine geplante Liberalisierung bei der Daseinsvorsorge aus.

Weitere Themen waren „Jugendbetreuung in Europa“, „Gesunde und aktive Senioren in Europa“, „Krankenhausverwaltung in Mittel- und Osteuropa“, sowie die neuen Projekte „Alkoholkonsum in Europa: eine Herausforderung für die Regionen“ und „Altenpflege in einem gesunden Umfeld“. Heute, Freitag, 8. Oktober, beschäftigt sich der VRE-Unterausschuss „Soziales“ mit der Rolle der Regionen bei der Förderung der sozialen Eingliederung und den VRE-Projekten „Gewalt zwischen lntimpartnern“, „Suizidprävention“ und „Sexuell übertragbare Krankheiten – eines der größten Gesundheitsprobleme im 21. Jahrhundert“.

Europäisches Forum für Praktiker

Die VRE praktiziert wie das EHFG seit ihrer Gründung vor 20 Jahren das Überschreiten der Grenzen: 300 europäische Regionen aus 35 Staaten der EU und des Europarats arbeiten seit 1985 zusammen. Kommissar Byrne, der am Vormittag an der Sitzung teilnahm, bezeichnete die VRE als das Forum der Praktiker, das für die Kommission bei der Entwicklung neuer Initiativen unverzichtbar sei. Im Gesundheitswesen könne Europa für die Bürgerinnen und Bürger direkt erfahren werden, so Byrne in Bad Hofgastein. i196-60b

Zu dieser Landeskorrespondenzmeldung steht digitales druckfähiges Bildmaterial in der Bilddatenbank des Landes unter www.salzburg.gv.at/bilddatenbank zur Verfügung. Zum schnellen Auffinden geben Sie bei der Suche die Kennzahl am Ende dieser Pressemeldung (z.B. f43-10) ein.






Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 08.10.2004

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