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Multifunktionaler Veranstaltungsort im Festspielbezirk der Stadt Salzburg
Die Große Universitätsaula wird nach dem Umbau am 27. Jänner 2005 wieder eröffnet
(LK) Ein großzügiger Bühnenbereich, eine hervorragende Akustik sowie eine optimale Sicht auf die Bühne: Mit vielfältigen Neuerungen wird die Große Universitätsaula künftig als weiterer multifunktioneller Veranstaltungsort in der Landeshauptstadt zur Verfügung stehen. Nach rund einem Jahr intensiver Umbauarbeiten stehen die Innenräume der Großen Universitätsaula kurz vor ihrer Fertigstellung; wieder eröffnet wird die Aula am 27. Jänner 2005 (W. A. Mozarts Geburtstag) mit Mozarts Jugendwerk „Apollo et Hyacinthus“, das 1767 hier uraufgeführt wurde.
Für den Umbau sind rund 3,5 Millionen Euro veranschlagt, wobei der Großteil der Summe von der Bundesimmobiliengesellschaft, vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und der Universität Salzburg aufgebracht werden. 218.000 Euro kommen vom Land Salzburg. Donald und Jeanne Kahn konnten vom Generalsekretariat Mozart 2006 als Mäzene gewonnen werden. Sie stellen 1,162.765 Euro für den Umbau zur Verfügung. Als Dank für das großzügige Mäzenatentum wird der Eingangsbereich der Aula in Zukunft Jeanne-Kahn-Foyer heißen.
Das Mozartjahr 2006 ist als wichtiger Impuls für enorme Verbesserungen in der Infrastruktur zu sehen. Insgesamt werden rund 75 Millionen Euro in die Verbesserung von Kulturstätten in Salzburg investiert. Neben der Großen Universitätsaula sind der Umbau des Kleinen Festspielhauses, die Renovierung der Felsenreitschule sowie der Umbau der Universität Mozarteum weitere wichtige Großprojekte.
Bei der Generalrenovierung der Großen Universitätsaula nach den Plänen der Salzburger Architekten Franz Fonatsch, Georg Huber und Karl Meinhart (One Room) wurde der Bühnen- und Hinterbühnenbereich vergrößert, und es werden Künstlergarderoben eingerichtet. Besuchern stehen eine großzügige Garderobe und erstmals auch ein behindertengerechter Zugang zur Verfügung. Die große Universitätsaula als authentische Mozart-Spielstätte erhält außerdem eine verbesserte Akustik und durch ansteigende Zuschauerränge eine optimale Sicht auf die Bühne.
Die Bühne wurde entsprechend den historischen Vorlagen von der Südseite an die Nordseite verlagert. Neu ist die Situierung des Einganges samt gläsernem Vorbau im Furtwängler-Park. Dadurch wird die Aula in den Festspielbezirk eingebunden. Außerdem wird durch den neuen Zugang auch eine Trennung des Veranstaltungsbereichs vom universitären Betrieb möglich.
Damit Stuckdecke und Wände wieder atmen können, wurde die beim bisher letzten Umbau vor rund 25 Jahren aufgebrachte und längst vergilbte Dispersionsfarbe entfernt. Die alte Akustikdecke im Mittelbereich wurde abgenommen. Eine neue soll zusammen mit anderen akustischen Maßnahmen aus dem ursprünglichen Kirchenraum einen Konzert- und Theatersaal machen, der allen heutigen Ansprüchen gerecht wird. Die Große Universitätsaula werde einer der größten und attraktivsten Veranstaltungsorte in der Salzburger Altstadt, ist Rektor Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger überzeugt. Für den Rektor ist die Aula ein Juwel im Festspielbezirk, wo neben der universitären Nutzung auch zahlreiche außeruniversitäre Veranstaltungen stattfinden sollen.
Wie bisher werden in der Aula Sponsionen, Promotionen, Ehrungen und Vorträge stattfinden, darüber hinaus ist sie als Spielstätte für Konzerte und Theateraufführungen geeignet. Die Große Universitätsaula erhält insgesamt 624 Sitzplätze, wovon die vorderen fünf Reihen (120 Plätze) beweglich sind und abmontiert werden können. Wie zu Mozarts Zeit wird die Aula wieder im ursprünglichen Weiß erstrahlen.
Für die Universität war die Große Universitätsaula immer schon von zentraler Bedeutung. An der 1622 gegründeten Benediktineruniversität war sie Ort jener Aufführungen, die Salzburg bereits im 17. und 18. Jahrhundert zu einem Zentrum des (Musik-)Theaters machten. Für die 1962 wieder begründete Universität Salzburg ist sie der wichtigste Fest- und Veranstal-tungssaal und nicht zuletzt ständiges Forschungsthema. Im Herbst 2001 wurden beim Symposion „Barocker Geist und Raum“ neue Erkenntnisse über die große kulturelle Ausstrahlung der Benediktineruniversität vorgestellt. Das Buch zur Tagung wurde von Christian Rohr als Nr. 143 der Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (2003) herausgegeben. i213-20
Bildmaterial vom Umbau der Großen Universitätsaula kann bei Mag. Gabriele Pfeifer (Büro für Public Relations der Universität Salzburg, Telefon 0662/8044-2435, E-Mail: gabriele.pfeifer@sbg.ac.at) angefordert werden.
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 04.11.2004
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