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Land Salzburg: Ehrungsfestakt in der Residenz



Für großes soziales und kulturelles Engagement


Buchinger verlieh Bundesauszeichnungen und zwei Berufstitel beim Ehrungsfestakt in der Residenz




(LK) Die Ehrungen und Auszeichnungen für engagierte Salzburgerinnen und Salzburger gelten nicht nur dem beruflichen, sozialen oder kulturellen Engagement, sondern auch dafür, dass die Geehrten im Beruf oder auch ehrenamtlich stets das Gemeinwohl in den Vordergrund gestellt haben. Den heute ausgezeichneten Bürgerinnen und Bürgern sei es zu verdanken, dass Österreich und Salzburg wirtschaftlich und sozial stark, international angesehen und kulturell auf höchstem Niveau sind. Das betonte Landesrat Dr. Erwin Buchinger in Vertretung von Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller am Montag, 25. Oktober, Abend beim Ehrungsfestakt in der Salzburger Residenz. Dabei wurden zahlreiche Bundesauszeichnungen und zwei Berufstitel-Dekrete überreicht.

Das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich wurde an Direktor Heinz Fischer (Eugendorf) verliehen. Heinz Fischers Engagement gilt seit Jahrzehnten dem Wohle der geistig und mehrfach behinderten Mitmenschen. Als langjähriger Obmann der Lebenshilfe Salzburg und nunmehr ehrenamtlicher Präsident der Lebenshilfe Österreich konnte er die Lebenshilfe neu positionieren.

Das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich ging an Ferdinand Huber (Abersee), Landesrat a. D. Josef Oberkirchner (Goldegg) und Manfred Schierl (Salzburg). Ferdinand Huber wurde für seine sportlichen Erfolge ausgezeichnet. Er ist unter anderem Gewinner der Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2002 im Segeln, Bewerb Yngling.

Josef Oberkirchner war von 1976 bis 1989 für den Bereich Soziales in der Salzburger Landesregierung zuständig. Durch seine Initiativen wurde die soziale Landschaft im Bundesland Salzburg nachhaltig geprägt. Erwähnt seien hier besonders das Salzburger Landespflegegesetz und die Initiative zur Schaffung der „Geschützten Werkstätten“.

Manfred Schierl ist seit 1962 Mitglied des Österreichischen Zivilinvalidenverbandes, Landesgruppe Salzburg, und seit mehr als zehn Jahren Bezirksobmann der Stadt Salzburg. Er engagiert sich in vielen Funktionen unermüdlich für die Belange der behinderten Mitbürger/innen.

Das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich erhielten Berta Kaltenegger (Uttendorf) und Ing. Mag. Herbert Silberberger (Unken). Berta Kaltenegger ist seit Jahrzehnten für behinderten Mitmenschen mit großem Idealismus und Engagement tätig. Sie ist seit 1972 Mitglied des Zivilinvalidenverbandes und seit 1978 Bezirksobfrau des Pinzgaues. Herbert Silberberger hat sich große Verdienste um die Betreuung von Menschen mit Beeinträchtigungen erworben. Er konnte die „Geschützten Werkstätten“ als einen wichtigen Wirtschaftsbetrieb in Salzburg positionieren. Behinderten Arbeitnehmer/innen werden damit Perspektiven und Chancen am Arbeitsmarkt eröffnet.

Das Bundes-Ehrenzeichen wurde an Erich Antonitsch (Berndorf), Roman Beimpold (Salzburg) und Sanitätsmeister Manfred Berger (Salzburg) verliehen. Erich Antonitsch organisiert seit 1982 ehrenamtlich Besuche der Feuerwehrjugend zu besonderen Anlässen im Konradinum Eugendorf und konnte damit zahlreiche Jugendliche für die Thematik „Behinderung“ sensibilisieren.

Roman Beimpold betreut ehrenamtlich behinderte Mitbürger/innen. Es ist ihm gelungen ist, einen Behinderten-Fahrdienst zu organisieren. Mit privaten Pkw und Kleinbussen werden behinderte Personen zu kulturellen und sportlichen Veranstaltungen transportiert.

Manfred Berger hat sich bei der Hochwasserkatastrophe 2002 große Verdienste erworben. Er war als Kommandant des Katastrophenzuges Salzburg-Stadt, für die Evakuierung des Altenheimes Thalgau und für die Errichtung von Notunterkünften in der Gemeinde Oberndorf verantwortlich.

Die Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich erhielten Peter Deutinger (Dorfgastein), Josef Ebner (Bruck a. d. Glocknerstraße), Johann Krimplstätter (Salzburg) und Matthias Mayrhofer (Radstadt). Peter Deutinger hat 2003 in Eigeninitiative und auf eigene Kosten die Aktion „Inspektor Rolly“ in den Pongauer Gemeinden gestartet. Dabei wurden im Pongau die fehlenden behindertengerechten Zugänge öffentlicher Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Sportstätten aufgelistet und Änderungsvorschläge erarbeitet. Josef Ebner, Johann Krimplstätter und Matthias Mayrhofer sind seit Jahren erfolgreich ehrenamtlich als Erntereferent tätig.

Zwei Berufstitel-Dekrete überreicht

Der Berufstitel Professor wurde an Hannes Baier (Hallein) verliehen. Hannes Baier hat sich große Verdienste als Schriftsteller, Maler und auch Lehrender in der künstlerischen Erwachsenenbildung erworben. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zeugen von seiner großen künstlerischen Aktivität und seinem Können.

Den Berufstitel Medizinalrat erhielt Dr. Terje Hovdar (Salzburg), Vizepräsident der Ärztekammer Salzburg, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde und Arzt für Allgemeinmedizin. Terje Hovdar hat sich sowohl durch sein langjähriges standespolitisches Engagement als auch in der Kinder- und Jugendheilkunde sehr verdient gemacht. Er übt seit mehr als 20 Jahren die ärztliche Tätigkeit zum Wohle der ihm anvertrauten Patientinnen und Patienten aus. I208-47

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Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 27.10.2004

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