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Feuerwehren im Land Salzburg



Feuerwehren und Rotes Kreuz ringen um mehr Anerkennung


Ersuchen um gesetzliche Verankerung einer bevorzugten Aufnahme von Ehrenamtlichen im öffentlichen Dienst
Salzburger Landeskorrespondenz, 07.10.2004



(LK) Landtagspräsident Johann Holztrattner erhielt von Landesfeuerwehrkommandant Anton Brandauer und Landesrettungskommandant Gerhard Huber ein Schreiben mit dem Ersuchen um gesetzliche Verankerung einer bevorzugten Aufnahme von ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Feuerwehren und des Rettungsdienstes des Roten Kreuzes im öffentlichen Dienst und hat dieses unverzüglich an die Landesregierung sowie an den Legislativ- und Verfassungsdienst weitergeleitet, um dieses – „wie ich auch persönlich meine, aus der Sicht der Einsatzorganisationen höchst gerechtfertigte“, so Holztrattner – Anliegen zu prüfen und in geeignetem Maße umzusetzen. Gleichzeitig hat er die Landtagsfraktionen vom Inhalt informiert. Zweiter Landtagspräsident MMag. Michael Neureiter hat auf das an ihn gerichtete Schreiben des Landesfeuer- und Landesrettungskommandanten ebenfalls sofort reagiert und den Inhalt als Petition in den Landtag eingebracht.


Holztrattner schreibt an Brandauer und Huber unter anderem: „Ich bin mir der tiefen Problematik der Belastungen aus dem ehrenamtlichen Einsatz bewusst. Gerade angesichts der vielen Unfälle in Tunnel und entlang der Tauernautobahn wird dies derzeit aktuell sehr deutlich. Ich bin auch konkret darüber informiert, dass gerade in Gemeinden entlang stark befahrener Autobahnen und Autostraßen die Möglichkeiten der Einsatzkräfte zu Ende gehen, weil diese gar nicht mehr über genügend freie Zeit verfügen.“


Das Ersuchen von Feuerwehren und Rettungsdiensten wird auch damit begründet, dass sich diese seit mehr als zehn Jahren bemühen, für jene Mitarbeiter eine sichtbare Anerkennung zu erreichen, welche ehrenamtlich eine öffentliche Aufgabe erfüllen. Mit großem Interesse hätten sie von der Zustimmung des Steirischen Landtages zu einem Antrag erfahren, welcher vorsieht, dass künftig Freiwillige von Feuerwehr und Rettungsdienst bei Bewerbungen zum öffentlichen Dienst bei gleicher Qualifikation bevorzugt behandelt werden. Die Bitte an die Landtagspräsidenten von Salzburg geht daher dahin, in gleichem Maße eine gesetzliche Verankerung im Bundesland Salzburg für die Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeit bei Feuerwehr oder Rettungsdienst des Roten Kreuzes zu erreichen und auf Bundesebene zu erreichen, dass bei der Pensionsharmonisierung und den damit verbundenen notwendigen Berechnungsjahren zumindest zehn Prozent der im Feuerwehr- und Rettungsdienst ehrenamtlich erbrachten Dienstjahre für die Anerkennung der Bemessungszeit berücksichtigt werden. Das Ersuchen an den Salzburger Landtag ergehe immerhin namens der mehr als 10.000 freiwilligen Helfer/innen der Feuerwehren und der 2.100 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen des Roten Kreuzes im Rettungsdienst in Salzburg. i195-11C



Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz

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