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Salzburger Landesenergiepreis



Ein Abend im Zeichen erneuerbarer Energie


Eisl zeichnete energieeffiziente Gemeinden aus und übergab Landesenergiepreise / Energy Globe-Landessieger gekürt


Sperrfrist: Heute, Donnerstag, 28. Oktober 2004, 18.30 Uhr!

(LK) Heute, Donnerstag, 28. Oktober, wurde der Salzburger Landesenergiepreis erstmals in Kooperation mit dem Energy Globe 2004 bei einer Gala im Gebäude der Salzburg AG verliehen. Weitere Höhepunkte des Abends sind die Auszeichnung der energieeffizienten e5-Gemeinden und die Prämierung des Salzburger Landessiegers des Energy Globe 2004. „Der Landesenergiepreis honoriert die besonderen Leistungen im Zusammenhang mit energiebewusstem Bauen im Bundesland Salzburg. Im vierten Jahr seines Bestehens wird der Energiepreis – als Fixpunkt im Salzburger „Energie-Jahr“ – nun im neuen Design verliehen. Die Bandbreite der vielen Einreichungen zeigt auch heuer wieder das Potenzial in der alternativen Energie und beim energiebewussten Bauen“, sagte Energiereferent Landesrat Sepp Eisl bei der Überreichung der Auszeichnungen.

Zum Landesenergiepreis gab es heuer insgesamt 63 Einreichungen, aus denen folgende Preisträger ermittelt wurden:

Wohnbau – Einfamilienhaus: Christine und Matthias Schörghofer, Puch; Hildegard Fuchs und Hubert Achleitner, Salzburg; Haus Obertrum, Obertrum am See;
Wohnbau – Mehrgeschoßig: Maxglan II, Heimat Österreich, Salzburg;
Kommunale Gebäude: Seniorenwohnhaus St. Nikolaus, Oberndorf;
Sanierung: Berufsschulinternat mit Multifunktionshalle, Weisslhofweg, gswb, Salzburg; Generalsanierung HS Maxglan I und II, Salzburg;
Fotovoltaik: Bauernhaus Michael Hettegger, Großarl; Filialkirche Lenzing, EB Pfarramt Saalfelden, August Starzengruber, Straßwalchen, Josef Tiefenbacher, Niedernsill.

e5 – energieeffiziente Gemeinden

Erstmals wurden heuer auch die energieeffizienten Gemeinden Salzburgs bei der Energie-Gala ausgezeichnet. Bischofshofen, Neumarkt, St. Johann im Pongau und Wals-Siezenheim erhalten jeweils ein weiteres „e“ als Anerkennung für ihre „energieeffizienten“ Aktivitäten.

Aktuell beteiligen sich bundesweit 35 Gemeinden am „e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden“, davon neun Gemeinden alleine aus Salzburg. Bislang wurden in den e5-Gemeinden mehr als 400 Energieprojekte umgesetzt. So können etwa durch den Bau von knapp 16.000 Quadratmeter Kollektorfläche in den e5-Gemeinden 500.000 Liter Heizöl eingespart werden. „Ziel aller Teilnehmer ist es, in möglichst allen energiepolitisch relevanten Bereichen Vorbild zu sein. Der große Erfolg basiert auf dem Aufbau einer funktionierenden Struktur für die energiepolitische Arbeit in den Gemeinden sowie vor allem auf der Unterstützung der Gemeinden bei der Umsetzung ihrer Projekte. Hilfreich und sinnvoll ist auch der Erfahrungsaustausch der Gemeinden untereinander, aber auch auf Bundesländer- und EU-Ebene“, betonte Landesrat Eisl. „Die Erfahrungen können so effizient weitergegeben und genutzt werden.“ Kärnten und Steiermark etwa bereiten derzeit die Einführung des e5-Programmes nach Salzburger Vorbild vor.

Energiezentrale Alpendorf nimmt an Energy Globe Austria teil

Das Alpendorf St. Johann wurde für das Projekt „Energiezentrale Alpendorf“ als Salzburger Landessieger ausgezeichnet und nimmt am Energy Globe Austria teil. Das Alpendorf besteht aus neun Beherbergungsbetrieben der gehobenen Hotellerie mit insgesamt zirka 850 Betten. Diese „Tourismus-Kleinregion“ bietet eine einzigartige Ausgangsbasis für die Konzeption und Umsetzung betriebsübergreifender Energielösungen.

Ein erster Schritt wurde 2000 mit dem Bau eines Biomasse-Heizwerks inklusive Rauchgaskondensationsanlage zur Wärmerückgewinnung mit angeschlossenem Nahwärmenetz für Hoch- und Niedertemperatur gesetzt. Mit dem Anschluss an das Nahwärmenetz wurden die bestehenden Ölkessel in den Hotels entfernt. Als nächster Schritt wurde die Errichtung eines Vielstoff-Blockheizkraftwerkes für Herbst 2004 zur Wärme- und Stromerzeugung fixiert. Die Option eines weiteren Blockheizkraftwerkes gleicher Größe in der Bauphase 2005 ist eingeplant.

Für den Betrieb der Anlage wird gesondert gesammeltes, gebrauchtes Pflanzenöl aus den Hotelküchen des Alpendorfs, weiterer Großgastronomiebetriebe der Region sowie sonstiger Lieferanten in einer eigenen Aufbereitungsanlage verarbeitet. Durch die regionale Nutzung der Altspeiseöle (850 Tonnen pro Jahr) können bisher erforderliche Lkw- Entsorgungsfahrten entfallen.

Eine Weiterentwicklung und Optimierung der bestehenden Energiekooperationen für die Zukunft wird mit dem Projekt „Energiezentrale Alpendorf“ angestrebt. Das Projekt wird innerhalb der Programmlinie „Energiesysteme der Zukunft“, einer Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), durchgeführt.

Zentrale Themenbereiche dieses Konzeptes sind:

• Aufbereitung und Verwendung flüssiger Biomasse;
• Kühlsysteme (Zentralisierung von Kühlanlagen);
• Stromnutzung bzw. -erzeugung (Verbundlösungen);
• Energetische Gebäudeoptimierung;
• Einbindung weiterer Energiesparmodelle unter Verwendung folgender Potentiale:;
- Strom aus den eigenen Trinkwasserquellen;
- Abwasserrückgewinnung:
- Einbindung von Graywatersystemen;
- Wärmerückgewinnung aus den Kühlanlagen;
- Solarpotenzial.

„Ich bin überzeugt, die gelungenen Projekte beweisen vielen Menschen: Auf erneuerbare Energie zu setzen und nachhaltig zu planen ist der richtige Weg“, sagte Landesrat Eisl abschließend. i209-101



Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 28.10.2004

Weitere Pressetexte aus Salzburg:
Tourismus in Salzburg 2004
Europäschises Umweltzeichen für Hotel im Land Salzburg
Land Salzburg: Wählerverzeichneisse für Gemeinderatswahlen
Mozart und Salzburg
Salzburg: TIBETISCHE FAHNE VOR DEM SCHLOSS MIRABELL

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