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Gendermedizin in Salzburg
Gendermedizin als neue, aber hoch aktuelle Fragestellung
Burgstaller bei Kongress "Frauen Gesundheit, Männer Krankheit - Gendermedizin in Theorie und Praxis"
(LK) Gender Mainstreaming, die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern, sei heute in vielen Bereichen bereits etabliert. In der Medizin sei dieses Bewusstsein jedoch relativ neu. Zumindest im deutsprachigen Raum sei die „Gendermedizin“ noch nicht fest verankert. Dies betonte heute, Freitag, 29. Oktober, Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller in ihren Grußworten bei der Eröffnung des Kongresses „Frauen Gesundheit, Männer Krankheit – Gendermedizin in Theorie und Praxis“ im Gebäude der privaten Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg in der Strubergasse 21.
Die erste deutsche Publikation zum Thema „Gendermedizin“ wurde erst im Juli 2004 in Wien der Öffentlichkeit präsentiert. Besonders erfreulich sei, dass mit Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder vom Institut für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien eine der beiden Autorinnen dieser Studie als Referentin für den Kongress in Salzburg gewonnen werden konnte. Gendermedizin sei eine neue, aber hochaktuelle Fragestellung, die nunmehr auch im deutschsprachigen Raum Eingang finde. Dies sei auch deshalb wichtig, weil sich viele Krankheiten bei Mann und Frau durch verschiedene Symptome ankündigen. Das Wissen darüber sei eine wichtige Voraussetzung für die Früherkennung sowie eine erfolgreiche Behandlung.
Die Landeshauptfrau wies darauf hin, dass Ende 2003 an der Berliner Charité das erste Zentrum für Geschlechterforschung in der Medizin in Deutschland gegründet worden ist und die an der Medizinischen Universität Wien eingerichtete Stabsstelle Gender Mainstreaming im laufenden Wintersemester eine Ringvorlesung mit drei Wochenstunden zum Thema „Geschlechtsspezifische Aspekte in der Medizin“ organisiert. Abschließend erinnerte Mag. Burgstaller daran, dass erst vor wenigen Tagen die diesjährigen Herbstgespräche der Österreichischen Apothekerkammer unter dem Motto „Der kleine Unterschied und seine Folgen – was macht Frauen krank?“ der Gendermedizin gewidmet war. i210-30
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 29.10.2004
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