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Familien in Salzburg



Familien sind Kern der Gesellschaft


Eberle zum 50-jährigen Bestehen des Familienreferates: Kinderbetreuungseinrichtungen ausgebaut
Salzburger Landeskorrespondenz, 07.10.2004

Sperrfrist: Donnerstag, 7. Oktober, 15.00 Uhr!

(LK) Familien werden so wie immer in der Vergangenheit auch in Zukunft immer der Kern unserer Gesellschaft sein. In ihnen lernen Menschen soziale Tugenden und Kompetenzen, in ihnen erfahren sie, was es heißt, sich zu streiten und sich wieder zu vertragen. Noch immer sei die Familie das tragfähigste soziale Netz. Dies betonte heute, Donnerstag, 7. Oktober, Familienreferentin Landesrätin Doraja Eberle bei einer Feier anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Familienreferates des Landes.


„Bei all dem Wandel der Familie, bei vielfältigen Familienformen darf doch das ‚Spezifische’ der Familie nicht verloren gehen. Familie als Ort der Wertevermittlung, dort wo es um Pflege von Beziehungen geht. Familie als Schule der Humanität. Es bedeutet sorgsamen Umgang zwischen Geschlechtern und Generationen“, sagte die Landesrätin.


Aus familienpolitischer Sicht bedeute das, dass sich auch die Politik die Frage stellen müsse, welche Hilfen brauchen Familien über Geld hinaus. Das Familienreferat mit seinen drei Säulen „Familienberatung“, „Erziehungsberatung“ und „Familienförderung“ sei deshalb schon seit 50 Jahren bemüht, die Anliegen, Sorgen und Probleme von Familien aufzufangen und unterschiedlichste Hilfen anzubieten. Die Angebotspalette reiche von Antworten zu Familienplanungsfragen, Lösungen bei Generationskonflikten über logopädische Therapien bis zu materiellen Förderungen wie die Hausstandsförderung, die Förderung bei Mehrlingsgeburten, die Stützung aus Anlass einer Schwangerschaft, u.v.m.


Familien leisten, so Eberle, durch die Erziehung der Kinder sowie ihren zukunftsorientierten Lebensstil den wichtigsten Beitrag zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen Erneuerung. In ihren Haushalten und in ihren familiären Kontakt- und Hilfenetzwerken erbringen sie den überwiegenden Teil der solidarischen Leistungen in unserer Gesellschaft. Familien könnten jedoch ihre Leistungsfähigkeit im Allgemeinen nur entfalten, wenn sie Zugang zum Arbeits- und Wohnungsmarkt haben, lebensräumliche Infrastruktur nützen können und nicht durch ein familien-unfreundliches Umfeld belastet werden.
Immer mehr Familien (bzw. Frauen) wollen oder müssen ihre Kinder einen Teil des Tages in außerfamiliäre Betreuung geben. Kinderbetreuungsangebote werden jeweils von den unterschiedlichen Lebensphasen und Lebenslagen der Familien bestimmt und müssen ferner die regional unterschiedliche Infrastruktur von Siedlung, Verkehr und Wirtschaft als Rahmenbedingungen mit berücksichtigen. Hierbei seien die Gemeinden gefordert. Es gelte, diese berechtigten Interessen der Mütter an gleichberechtigter Teilnahme am Erwerbsleben mit den Bedürfnissen der Kinder nach Zuwendung, Betreuung und Erziehung zu vereinbaren, sagte die Landesrätin.


Das Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen wurde in den vergangenen Jahren im Land Salzburg erheblich ausgeweitet, neue Betreuungsformen wurden geschaffen, bestehende Einrichtungen verbessert. Ziel der Salzburger Familienpolitik sei es dazu beizutragen, dass sich die Salzburger Familien in ihrem unmittelbaren Lebensraum wohl fühlen, und dass Anliegen und Probleme auf Gemeindeebene ernst genommen werden.

Ein weiteres Anliegen der Familienpolitik des Landes sei eine bestmögliche Verbindung von Leben und Arbeit. In der Salzburger Familienpolitik solle deshalb auch ein Beitrag dazu geleistet werden, eine befriedigende Berufstätigkeit mit einem erfüllten Familienleben vereinbar zu machen. Dafür wurde im Jahr 1998 erstmals der Landeswettbewerb „Familienfreundlichkeit am Prüfstand – Land Salzburg sucht seine familienfreundlichsten Unternehmen“ federführend vom Familienreferat durchgeführt, der bei den Salzburger Betrieben großen Anklang findet.


All diese Aufgaben werden vom Familienreferat vorbildlich mit Leben erfüllt, wofür Landesrätin Eberle abschließend allen Mitarbeiter/innen dankte. Gemeinsames Ziel müsse es sein, unsere Kinder und damit die nächste Generation zu Beziehungsfähigkeit zu erziehen. Der beziehungsfähige Mensch sei, so Eberle, eine wesentliche Voraussetzung, dass der Solidaritätsgedanke gelebt werden kann. i195-31

Franz Neumayr wird den Redaktionen für das Landespressebüro Fotos von der Feier „50 Jahre Familienreferat“ anbieten.



Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz

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