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Auftakt der Österreich Rundfahrt in Salzburg als Test für Rad WM 2006
Auftakt der Österreich Rundfahrt als Test für Rad WM 2006 ...
Auftakt der Österreich Rundfahrt als Test für Rad WM 2006 Bürgermeister Schaden: Beste Chancen für S
Do, 22. Mai 2003
Als „großen Erfolg und weitere Profilierung Salzburgs als internationale Sportstadt“ wertete Bürgermeister Heinz Schaden bei einem Mediengespräch am Donnerstag, 22. Mai 2003, dass die 55. Österreich Radrundfahrt heuer erstmals in der Stadt gestartet wird.
Mit der 1. Etappe am Pfingstmontag (Start: 12.30 Uhr am Mirabellplatz) erlebe jene Rundstrecke, die das Herzstück der Bewerbung Salzburgs für die Straßen Rad WM 2006 darstelle, ihre rennmäßige Premiere. Tags darauf, am 10. Juni, wird dann die 2. Etappe ab 10.30 Uhr vom Mirabellplatz weg gefahren.
„Ich denke, wir haben mit dem Langlauf-Sprint 2002 und dem Snowboard Big Air 2003 in der Altstadt bewiesen, dass wir in Sachen Wintersport topp sind. Jetzt zeigen wir, dass wir das auch in der warmen Jahreszeit können“, so Schaden. Die Chancen für den Zuschlag für die Rad WM 2006 würden damit weiter steigen. Mit Olympia 2010 könnte schließlich der Höhepunkt einer ganzen Serie sportlicher Großveranstaltungen in Salzburg erreicht werden.
Laut dem Manager der Österreich Radrundfahrt, Rolf Slavik, wird bei der „Wiesbauer-Tour 03“ ein Starterfeld von 150 Teilnehmern erwartet. Die 1. Etappe (WM-Kurs) mit Start und Ziel vorm Schloss Mirabell führt vom Mirabellplatz zur Salzach, um den Kapuzinerberg herum auf die Linzer Bundesstraße, über Mayrwies-Esch auf die Autobahn und retour über Salzburg-Nord, Vogelweiderstraße, Lastenstraße, Rainerstraße zum Mirabellplatz. Dieser wird am Pfingstmontag von 12 bis 16 Uhr für den Verkehr gesperrt sein.
Die 2. Etappe am 10. Juni mit dem Ziel Bad Hofgastein wird um 10.30 Uhr am Mirabellplatz gestartet und als neutralisiertes Rennen bis zur Stadtgrenze geführt.
Evaluierungen für WM 2006
Wie Wolfgang Weiß, Koordinator der Bewerbung Salzburgs um die Rad-WM 2006, erläuterte, hat Salzburg die drei Evaluierungsphasen der UCI (Union Cycliste International mit Sitz in Aigle – Schweiz) bereits durchlaufen.
Und zwar von:
07.-08.02.2003 mit dem Technischen Delegierten Charly Mottet (französischer Ex-Profi) zur Abstimmung der Strecken für Einzelzeitfahren und Straßenrundkurs
15.-16.04.2003 mit dem Wirtschaftlichen Leiter Gerrit Middag (niederländischer Mitarbeiter in der UCI und Verantwortlicher für Weltmeisterschaften) über das Budget und die wirtschaftliche Basis der Weltmeisterschaften
13.-15.05.2003 mit der Protokollchefin der UCI Dominique Raymond (französische Sekretärin von Präsident Hein Verbruggen und Bankettchefin der UCI) über die Hotelleistungen in Salzburg, die Situierung der Start- und Zielgelände bzw. die Möglichkeiten für alle notwendigen Einrichtungen wie Akkreditierung, Anti Doping Kontrolle, Seminarräumlichkeiten, Pressezentrum, Pressetribünen, VIP Tribünen, VIP Hotels und Offizielles UCI Hotel
"Alle drei Evaluierungsphasen wurden in Ruhe und Professionalität von ÖRV, Stadt Salzburg und Salzburg Tourismus durchgeführt und abgewickelt“, so Weiß. Das Fazit daraus sei, dass der Stadt Salzburg - und im Zeitfahren auch den umliegenden Gemeinden - ein „ausgezeichnetes Zeugnis“ ausgestellt werden könne.
Die genannten drei UCI-Mitarbeiter verfassen derzeit Berichte über ihre Besuche in Salzburg und Österreich und werden dem Management Komitee der UCI, das aus 15 Personen und Delegierten verschiedener Kontinente und Länder besteht, eine Empfehlung zur Abhaltung der WM 2006 aussprechen. Die definitive Entscheidung über die Vergabe der WM 2006 wird am 6. Oktober in Hamilton (CAN) anlässlich der diesjährigen Straßen Rad WM fallen.
Gegenkandidat Salzburgs ist die Region Kussnacht-Luzern in der Schweiz. Sie hatte sich bereits 2005 beworben. War jedoch an Madrid gescheitert. Dies trotz besseren Bewerbungskonzepts der Schweizer. Wobei die Sportpolitik in diesem Falle für ein südländisches Land und einen potenziellen Olympiabewerber 2012 gestimmt habe, so Weiß. Österreich, der Österreichische Radsportverband, die Stadt Salzburg, das Land Salzburg und die Republik Österreich bewerben sich ausschließlich 2006 um die prestigeträchtige Veranstaltung.
Im Falle eines positiven Ergebnisses für Olympia 2010 in Salzburg und der Vergabe der Rad WM 2006, sei von beiden Organisationskomitees vorgesehen, in den Bereichen Logistik & Technik, Verkehr & Transport sowie Kultur, Medien & Sicherheit Synergien für eine enge Kooperation zu suchen. Und mit der Rad WM bereits einen Vorbewerb und ersten Test für die Olympiade durchzuführen. Beide Organisationskomitees hätten sich diesbezüglich bereits in ersten Gesprächen verständigt.
Der weitere Fahrplan in Stichworten
Interne Bewerbungsabstimmung gemeinsam mit den verantwortlichen Partnern im ÖRV, Stadt und Land Salzburg, Republik Österreich und ORF als Host-Broadcaster
Gestaltung von Bewerbungsdrucksorten nach den letzten Anforderungsprofilen der UCI
Lobbying innerhalb der Verbände und weitere Verhandlungen mit der UCI bis Hamilton im Oktober
Daten & Fakten zur Rad WM
Der Internationale Radsport ist im Weltverband UCI mit 173 Mitgliedsnationen vertreten. Daten und Fakten am Beispiel Zolder (BEL 2002) zeigen, welche Dimensionen für Salzburg 2006 zu erwarten sind:
56 teilnehmende Nationen, 3 Nationen Afrika, 8 Nationen Amerika und Südamerika, 7 Nationen Asien, 36 Nationen Europa, 2 Ozeanien mit Australien und Neuseeland
zirka 1.000 SportlerInnen aus den genannten Nationen
50 TV Stationen übertragen die Straßen Rad WM
1.250 Presseakkreditierungen werden ausgestellt
56 Nationen mit insgesamt 134 Delegationsmitglieder
80 Sportliche Leiter
400 Offizielle VIPs der UCI
1.500 Betreuer und Techniker
400 Sponsorenvertreter
gesamt knapp 5.000 Personen
eine durchschnittliche Nächtigungsdauer von 5,8 Nächten entspricht knapp 30.000 Nächtigungen gesamt
168.000 Besucher in Belgien (am Sonntag)
Erwartete Besucher in Salzburg gesamt: etwa im Ausmaß des Formel 1 Grand Prix von Zeltweg
Quelle: Presseaussendungen Stadt Salzburg
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