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In Salzburg: Rund 1.000 junge Österreicher legten Treuegelöbnis ab
Rund 1.000 junge Österreicher legten Treuegelöbnis ab
Burgstaller bei Angelobung von Rekruten: Ausbildung wichtig für Dienst an österreichischer Bevölkerung
Sperrfrist: Heute, Freitag, 22. Oktober 2004, 17.00 Uhr
(LK) Für das Österreichische Bundsheer sei es bereits seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit, die Angelobung der Rekruten in der Öffentlichkeit abzuhalten. Es symbolisiere zum einen das Selbstbewusstsein des Bundesheeres und unterstreiche zum anderen die enge Verbundenheit zwischen der Bevölkerung und den Organen des öffentlichen Lebens auf der einen Seite mit dem Bundesheer auf der anderen Seite. Das betonte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller heute, Freitag, 22. Oktober, bei der Angelobung von Rekruten des Österreichischen Bundesheeres im EM-Stadion in Wals-Siezenheim.
Rund 1.000 junge Österreicher seien heute angetreten, um ihr Treuegelöbnis abzulegen und deutlich zu zeigen, dass die Begriffe „Schutz und Hilfe für die Republik Österreich und das österreichische Volk“ nicht leere Worthülsen sind, so Burgstaller weiter. Die Ausbildung stelle einen wichtigen Dienst für die Republik Österreich und die österreichische Bevölkerung dar.
Soldaten seien heute fast täglich fixer Bestandteil der Berichterstattung. Auf Grund der Bilder aus dem Kosovo, dem Nahen Osten oder aus Afghanistan, die Soldaten in Kampfhandlungen zeigen, sei es verständlich, dass viele Eltern der Rekruten den nächsten Monaten mit Sorge entgegenblicken, sagte Burgstaller. Die Söhne seien jedoch in guten Händen von Kommandanten, die sich ihrer Verantwortung in jeder Hinsicht bewusst sind und die gerade in Salzburg mehr als nur einmal ihre menschliche und fachliche Kompetenz, aber auch ihre Fürsorge gegenüber den Soldaten bewiesen haben.
Spätestens seit der Seilbahnkatastrophe in Kaprun vor knapp vier Jahren und den Hochwasser- bzw. Sturmkatastrophen 2002 habe der Slogan des Bundesheeres „Schutz und Hilfe“ eine neue Bedeutung erfahren. „Schutz und Hilfe“ wurde von den Männern und Frauen des Österreichischen Bundesheeres bei diesen Katastropheneinsätzen und bei zahlreichen anderen Unglücksfällen in hervorragender Art und Weise geleistet. Bei all den Katastropheneinsätzen in den vergangenen Jahren war das Österreichische Bundesheer, nach dem Hilferuf des Landes, sofort mit der erforderlichen Zahl an Einsatzkräften an der Unglücksstelle. Struktur, Logistik und Know-how seien Markenzeichen des Unternehmens Bundesheer. Gemeinsam mit dem Einsatzwillen und Leistungsvermögen der zivilen Rettungsorganisationen konnten derartige Katastrophen durch den Einsatz von Soldaten des Bundesheeres erfolgreich bewältigt werden. Diese Beispiele zeigen, dass Katastropheneinsätze und sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsätze mittlerweile fast schon zur täglichen Selbstverständlichkeit geworden sind, so Burgstaller.
Kasernen müssen erhalten bleiben
Die Kasernenstandorte in den Salzburger Gebirgsregionen müssen auch künftig außer Streit stehen. Salzburg stehe im Gefüge österreichischer Heeresstandorte in einer besonderen Situation. Insbesondere sollten bei den künftigen Reformen im Bundesheer die ländlichen Regionen nicht unter die Räder kommen, sagte Burgstaller. Die Kasernenstandorte in den Gebirgsregionen seien auch unverzichtbar für den Katastrophenschutz in den Bezirken. In der Landeshauptleutekonferenz sei man sich über einen Erhalt der Militärkommandos einig. Neben der militärischen Aufgabe habe das Militärkommando Koordinierungsfunktion bei der umfassenden Landesverteidigung auf Landesebene, für alle Truppen des Bundeslandes bei Assistenzeinsätzen, in Angelegenheiten des Umweltschutzes und auch unterstützende Funktion bei Ereignissen öffentlichen Interesses wie internationale Veranstaltungen. Salzburg stelle sich keinesfalls gegen notwendige Reformen, wolle aber in Entscheidungen, die das Land betreffen, eingebunden sein. In der Frage von Kasernenstandorten sollten auf alle Fälle regionalpolitische und -wirtschaftliche Überlegungen mit einbezogen werden, forderte Burgstaller.
Ein besonderes Anliegen sei auch der Erhalt der Militärmusik Salzburg. Salzburg sei nach Wien der zweitwichtigste Ort der Repräsentation Österreichs. Dabei sei es wichtig, dass auch ein Salzburger Klangkörper auftritt. Die Militärmusik Salzburg sei einer der besten Klangkörper des österreichischen Bundesheeres und auch unverzichtbar für die Musiker-Weiterbildung in der Salzburger Volkskultur, so Burgstaller. i206-49
Es gilt das gesprochene Wort!
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 22.10.2004
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