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Neues Zentrum für Kunst und Kultur in Salzburg
Neues Zentrum für Kunst und Kultur in Salzburg
Haslauer: Neues Museum der Moderne auf dem Mönchsberg setzt Akzente für Salzburg als Kulturmetropole
(LK) Eine Kubatur von 30.000 Kubikmetern, 6.500 Quadratmeter Bruttonutzfläche, 2.500 Quadratmeter reine Ausstellungsfläche, 3.500 Kubikmeter Beton, 320 Tonnen Stahl, Errichtungskosten von insgesamt 21,76 Millionen Euro – das sind die nüchternen Eckdaten des neuen Museums der Moderne (MdM) auf dem Salzburger Mönchsberg. 12,87 Millionen Euro werden vom Land Salzburg finanziert, 8,89 Millionen Euro vom Bund, dieser hat weitere 3,27 Millionen Euro in Stückelungen für die Jahre 2005 bis 2009 zugesichert.
„Mit diesem neuen Haus der Kunst und Kultur setzt Salzburg einen kräftigen Kontrapunkt zu seiner ‚Außenfassade’, in der Barock und Klassik tonangebend sind. Ich möchte, dass das neue Museum der Moderne auf dem Mönchsberg zusätzliche Akzente für Salzburgs Bild als Kulturmetropole bringt, dass es zu einem Zentrum und Ort der Begegnung vieler Formen von Kunst und Kultur wird und vor allem, dass es von den Salzburgerinnen und Salzburgern angenommen wird und unserer Jugend einen Zugang zur Kunst vermittelt“, betonte Museumsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer heute, Freitag, 22. Oktober, beim Informationsgespräch vor der Eröffnung des neuen Museums.
Dem entsprechen auch die im Museumskonzept definierten Ziele des Museums der Moderne, nämlich eine zeitgemäße Kunstvermittlung anzubieten, die bei Künstlergesprächen, speziellen Führungen und Diskussionsrunden den Horizont in Richtung Moderne erweitert und bereits die Jüngsten für zeitgenössische Kunst begeistert. „Mit dem Museum auf dem Mönchsberg erhält Salzburg – wie viele andere europäische Städte auch – ein attraktives neues Haus der Kunst. Das besondere Merkmal und die besondere Chance liegen aber darin, dass sich das Museum auf einem der schönsten Plätze der Welt befindet, wo Kunst, Gastronomie und Lebensgefühl sich in wunderbarer Weise vereinen. Das Museum der Moderne und das Restaurant M32 mit der Panorama-Terrasse sind zwei neue Attraktionen für Salzburg“, so Haslauer.
Jury wählte aus 145 Projekten aus
Das neue „Wahrzeichen“ Salzburgs wurde von der Münchner Architektengruppe Friedrich-Hoff-Zwink entworfen, deren Projekt im Juni 1998 von einer elfköpfigen Jury unter Vorsitz des Architektur-Professors Luigi Snozzi aus 145 Einreichungen auserwählt wurde. „Nach der Fertigstellung zeigt sich die Qualität dieses Gebäudes, das sich in einer Kombination aus faszinierenden Sichten und Selbstreduktion zugunsten der ausgestellten Werke zurücknimmt“, sagte Haslauer.
Seit der Übersiedlung des Casinos Salzburg ins Schloss Kleßheim 1992 stand das Café Winkler“ auf dem Mönchsberg leer, verfiel immer mehr und entwickelte sich zu einem städtebaulichen Fragezeichen direkt über der Salzburger Altstadt. Letztlich war es die Salzburger Landesregierung, die die historische Chance dieses Standortes für Salzburg erkannte.
Nach mehreren vergeblichen Versuchen, die Museumslandschaft Salzburgs neu zu ordnen, beschloss die Salzburger Landesregierung auf Initiative des damaligen Landeshauptmanns Dr. Franz Schausberger und des damaligen Kulturreferenten Landesrat Dr. Othmar Raus am 18. März 1997 ein Museumskonzept, das Lösungen für das Museum Carolino Augusteum, das Keltenmuseum, das Burgmuseum auf der Festung Hohensalzburg und das leere Café Winkler vorsah.
Baubeginn im ersten Halbjahr 2002
Im Oktober 1997 wurde von der Landesregierung einstimmig beschlossen, für die Errichtung eines Museums der Moderne auf dem Mönchsberg einen EU-weiten Architektenwettbewerb durchzuführen. Im Jänner 1998 wurde sodann durch die Landesbaudirektion ein einstufiger, anonymer, baukünstlerischer Architektenwettbewerb ausgeschrieben. 600 interessierte Architekten haben die Unterlagen für die Ausschreibung angefordert, 145 Projekte wurden schließlich eingereicht. Der ursprünglich für Anfang 2001 angesetzte Baubeginn musste mehrfach verschoben werden. Erst im ersten Halbjahr 2002 wurde schließlich das ehemalige Café Winkler abgetragen bzw. rückgebaut und die Baugrube für das Museumsprojekt hergestellt. Dafür wurden zirka 10.000 Kubikmeter Felsgestein abgefräst. Weiters wurde der Wasserturm durch zusätzliche Maßnahmen für die Verankerung in seiner Standsicherheit entsprechend verstärkt.
Ab der zweiten Jahreshälfte 2002 bis September 2003 wurden die Rohbauarbeiten für das Museum durchgeführt. Die anschließenden Ausbauarbeiten wurden bis Juli 2004 fertig gestellt, in den vergangenen Wochen folgten sämtliche Arbeiten an den Außenanlagen. An der Errichtung des Gebäudes waren insgesamt 24 Firmen beteiligt, davon 19 Salzburger Unternehmen. „Der umsichtigen Koordination und dem vortrefflichen Projektmanagement dürfen wir es zuschreiben, dass mit diesem Haus die vorgesehenen Baukosten auf Punkt und Komma eingehalten werden“, betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer.
Die Salzburg AG wird die Eröffnungstage mit Freifahrten des Mönchsberg-Liftes und mit begünstigten Busfahrten im öffentlichen Nahverkehr unterstützen und bewerben. i206-11A
Franz Neumayr wird den Redaktionen für das Landespressebüro Fotos anbieten.
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 22.10.2004
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