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Jugendliche in verschiedenen Projekten im Land Salzburg
Jugend arbeitet 72 Stunden ohne Kompromiss
Eberle: 200 Jugendliche leisten von heute bis Sonntag freiwilligen sozialen Dienst / Bundesweite Aktion der Caritas
(LK) Etwa 200 Jugendliche sind seit gestern, Donnerstag, 21., bis Sonntag, 24. Oktober, in verschiedenen Projekten im Land Salzburg 72 Stunden im Einsatz für Schwächere und Benachteiligte. Die Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ läuft zur gleichen Zeit in ganz Österreich. „Die Katholische Jugend Österreich leistet gemeinsam mit der Caritas mit dieser Aktion einen wichtigen Beitrag für gelebte Solidarität in unserer Gesellschaft“, sagte dazu Landesrätin Doraja Eberle heute, Freitag, 22. Oktober, in einem Informationsgespräch. Es sei positiv, dass es so viele junge Menschen gibt, die mit Freude und Hingabe an karitativen Projekten mitarbeiten, sich um ältere, bedürftige oder behinderte Menschen kümmern und ihnen Wärme und Zuneigung schenken.
„Viele Bereiche unserer Gesellschaft funktionieren nur deshalb, weil es Menschen gibt, die mehr tun, als sie müssten. Wichtige Aufgaben für die Gemeinschaft werden großteils von ehrenamtlichen Helfern wahrgenommen“, so Eberle. Bei der Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ übernehmen Jugendliche freiwillig und aus Überzeugung wichtige Aufgaben im Sinne der Nächstenliebe; von der Sanierung eines Kinderspielplatzes, der Organisation einer Seniorenveranstaltung bis zur behindertengerechten Umgestaltung eines öffentlichen Gebäudes.
Eine Jugendgruppe erhält zu Beginn der Aktion die Beschreibung einer Aufgabe, die sie in den folgenden 72 Stunden umsetzen muss. Dann heißt es: Ärmel hochkrempeln, gemeinsam etwas bewegen und auf ein Ziel hinarbeiten. Am Ende der 72 Stunden soll das Projekt völlig abgeschlossen sein. Die Aktion kann helfen, Bewusstsein für Leid und Not von Menschen in der Gesellschaft zu wecken, und aufzeigen, dass man nicht nur jammern, sondern etwas tun kann.
Im konkreten Fall hat sich eine Gruppe von Mädchen aus Obertrum bereit erklärt, die Notschlafstelle der Caritas auszumalen. Die Notschlafstelle ist eine Übernachtungseinrichtung, die einen geschützten Rahmen für obdachlose Menschen zur Verfügung stellt und somit zur Sicherung des Überlebens in Notsituationen beiträgt. Durch die Zusammenarbeit mit dem Bahnhof-Sozialdienst steht ein umfassendes Beratungs- und Betreuungsangebot zur Verfügung.
Solidarität statt Geld
Die Jugendlichen bekommen für ihren Einsatz kein Geld. Was sie jedoch erfahren werden, ist wertvoller und prägender: das Gefühl der Solidarität. Einem Menschen zu helfen und von diesem ein Lächeln geschenkt zu bekommen, kann oft mehr wert sein als materielle Abgeltungen. „Es ist großartig, dass sich so viele Jugendliche bereit erklären, für 72 Stunden auf ihre individuelle Freizeitgestaltung zu verzichten und ihre Zeit in den Dienst der Nächstenliebe zu stellen. Das zeichnet diese jungen Menschen aus“, betonte Landesrätin Eberle. „Es gehört mit dem Vorurteil, dass die Jugend unwillig und uninteressiert ist, aufgeräumt. Denn diese Initiative zeigt genau, dass wir eine leistungswillige, mutige und engagierte Jugend haben.“ Auch die Medien sollten diese Aktionen in den Blickpunkt ihrer Berichterstattung rücken. Denn vor allem sie seien es, die das Bild der Jugend in der Gesellschaft prägen, so Eberle. i206-40a
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 22.10.2004
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