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Land Salzburg - finanzielle Einschnitte auch beim Sport
Schon 488 Projekte aus Aktionsplan für Sport und Arbeit gefördert
Raus: Auch angesichts des tiefsten Budgetlochs seit 1945 Jugendsport und Sportstätten weiter fördern
(LK) „Das Land Salzburg steht vor dem tiefsten Budgetloch seit 1945. Ohne Einschnitte geht es auch beim Sport nicht. Beim Jugendsport und den Sportstätten dürfen wir aber unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren“, sagte Sportreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Othmar Raus heute, Freitag, 22. Oktober, in einem Informationsgespräch. Der Sport werde im Budget 2005 gleich behandelt wie alle anderen Bereiche. Er werde bei der Verteilung der verfügbaren Gelder dafür sorgen, dass die Kernbereiche nicht unter die Räder kommen.
1997 wurde der „Aktionsplan für Sport und Arbeit“ von Sportreferent Raus ins Leben gerufen. Dieses Engagement läutete 1998 den Beginn einer umfassenden Salzburger Sportstättenförderung für Gemeinden, Sportvereine und Institutionen des Sports ein. Die Absicht bestand darin, den Salzburger Sport aus der Defensive zu führen und parallel zum Spitzensport auch den Breitensport solide und dauerhaft zu unterstützen.
Die Grundidee war, in den Sportstättenbau zu investieren, und so auch viele Arbeitsplätze zu erhalten. Seit Beginn des „Aktionsplans Sport und Arbeit“ wurden insgesamt 488 Projekte von 129 Gemeinden und 359 Sportvereinen mit insgesamt fast 13,6 Millionen Euro gefördert. „Aus einem Schilling mach fünf – jetzt aus sieben Cent mach 35 Cent – war das anfängliche Ziel“, so Raus. Dieses Ziel wurde mit einem Investitionsvolumen von fast 95,5 Millionen Euro, das von allen bewilligten Ansuchen bzw. geförderten Projekten ausgelöst wurde, bei weitem übertroffen. Gut 600 Arbeitsplätze konnten so gesichert bzw. geschaffen werden.
Nun hat auch der „Aktionsplan für Sport und Arbeit“ etwas zurück stecken müssen. Trotzdem wurden 2004 32 Projekte in zwölf Gemeinden und von 20 Sportvereinen gefördert. Die größten Projekte 2004 waren der Neubau des Vereinsheimes Gnigl des ASKÖ Landesverbandes Salzburg, die Errichtung der Sport- und Mehrzweckhalle in Seekirchen, der Neu- und Umbau des Sportzentrums in St. Georgen, die Generalsanierung des Tennisplatzes Hallein, der Aus- und Umbau des Vereinsheimes Tamsweg, die Generalsanierung der Sportanlage Leopoldskron-Moos, sowie die Sanierung und Erweiterung der Sportanlage in Elsbethen.
Gelder gezielt einsetzen
Auch 2005 müssen die Gelder sehr gezielt einsetzen werden. Unterstützt werden beispielsweise der Umbau der Sprungschanze in Bischofshofen, die Errichtung von Sportflächen beim Freibad Bergheim, der Neubau von Kabinengebäuden in Bramberg, die Sanierung des Tennisheimes Schwarzach, die Sanierung der Reitanlage Doktorbauer oder die Finanzierung des Neubaus der Sportanlage in Elixhausen.
Insgesamt wurden 14 Gemeinden und 32 Sportvereinen bzw. Institutionen Förderungen zugesagt. Die Zuteilung der Gelder erfolgt nach der budgetären Verfügbarkeit. Für das Jahr 2005 stehen insgesamt 1,529 Millionen Euro zur Verfügung.
Bereits jetzt liegen weitere 30 Projekte vor, die in der nächsten Sitzung des Sportstättenausschuss Anfang November behandelt werden. Von der Sportförderungen und besonders der Sportstättenförderung profitieren nicht nur die die Breiten- und Spitzesportler, sondern auch die heimische Wirtschaft. Die beträchtliche Umwegrentabilität des Sportes, vor allem von Sportveranstaltungen, komme nicht nur dem Fremdenverkehr und den Veranstaltungsorten, sondern indirekt auch der Bauwirtschaft und dem Handel zugute. Dazu kommt noch der weltweite Werbeeffekt von sportlichen Großveranstaltungen für Salzburg bzw. Österreich.
Landesregierung und Wirtschaft müssen die Voraussetzungen schaffen, dass dieser Nutzen für die Allgemeinheit aus dem Sport gezogen werden kann. Dazu seien, so Raus, zeitgemäße und funktionierende Strukturen bzw. Sportstätten erforderlich, die für die Nachwuchsförderung und damit künftige Spitzensportler als Werbeträger eine wesentliche Voraussetzung darstellen. Investitionen in den Sport werden mit Sicherheit Renditen abwerfen, ist Landeshauptmann-Stellvertreter Raus überzeugt.
Raus hat mit dem „Aktionsplan Sport und Arbeit“ eine Grundvoraussetzung, eine Hilfestellung für den Salzburger Sport geschaffen. Aufgrund der Einsparungswellen des Bundes mussten in den vergangenen Jahren die Wünsche und Ziele im Sport bzw. in der Sportstättenförderung zurück geschraubt werden. Am „Aktionsplan für Sport und Arbeit“ hält Sport- und Finanzreferent Dr. Othmar Raus fest. Er versucht darüber hinaus noch Geld aus anderen Budgettöpfen oder aus Sonderfinanzierungen – wie in vergangenen Jahren zum Beispiel aus dem Sofort-Impulsprogramm 2002 – für den Sport zu lukrieren. i206-11
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 22.10.2004
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