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Salgro GmbH im Land Salzburg
25 Jahre Praxis auf dem Arbeitsmarkt
Burgstaller bei Festveranstaltung der Übungsfirma Salgro GmbH / 80 Prozent Vermittlungsquote
(LK) Arbeitgeber schätzen junge, kerngesunde, voll belastbare und unbegrenzt flexible Mitarbeiter/innen mit bescheidenen Gehaltsvorstellungen und langjähriger Praxis. Aber wie kann man diese Praxis erwerben ohne Arbeitsplatz? „Seit genau 25 Jahren gibt es in Salzburg eine Antwort dafür – die Salgro GmbH“. Das sagte Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller gestern, Donnerstag, 21. Oktober, Nachmittag bei der Festveranstaltung zum 25-Jahr-Jubiläum der
Übungsfirma Salgro GmbH in Salzburg.
Eine Rate von rund 80 Prozent ausbildungsadäquaten Vermittlungen – also zu Stellen, die der Ausbildung entsprechen – über die Jahrzehnte sei ein eindrucksvoller Beweis für den Erfolg. Anhand von zahlreichen Beispielen lasse sich dokumentieren, dass mit der Praxis in der Salgro GmbH ein Grundstein für viele Karrieren gelegt wurde, so Burgstaller. Die Übungsfirma habe auch wesentlich dazu beigetragen, dass viele Salzburger Firmen in den vergangenen 25 Jahren gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter zur Verfügung gestellt bekommen haben.
1979 nahm in Salzburg eine Idee Gestalt an, die Arbeitssuchenden in einer Übungsfirma, einem Handelsunternehmen für Trachten- und Berufskleidung, Trachtenschmuck und Markenschi, ein realitätsnahes Berufspraktikum ermöglicht hat. Auf Initiative der Salzburger Kammer für Arbeiter und Angestellte und des Berufsförderungsinstitutes wurde erstmals in Österreich ein virtuelles Unternehmen als Projekt der aktiven und zugleich aktivierenden Arbeitsmarkpolitik gegründet. Die Ausbildung dauerte zunächst neu Monate, ab 1989 15 Monate.
Anlass für die Gründung war der erste große Anstieg in der Zahl der Arbeitslosen Ende der 70er Jahre. Neue Modelle zur beruflichen Integration waren in dieser Phase erstmals gefragt. Die Zielgruppe der Maßnahme bildeten damals in erster Linie berufliche Wiedereinsteiger/innen und Schulabsolvent/innen ohne Anstellung. Es ging um eine zusätzliche Ausbildung, um Nachschulung und Umschulung aus fremden Berufen für den Beruf Bürokaufmann und -frau. Viele Teilnehmer/innen erhielten dadurch auch eine doppelte Qualifikation zu ihrem eigentlichen Beruf und verbesserten so ihre Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt beträchtlich. Anfang der 90er Jahre hatten sich die Strukturen auf dem Arbeitsmarkt neuerlich stark verändert und berufliche Rehabilitationsmaßnahmen gewannen immer mehr an Bedeutung. Zur neuen Zielgruppe der Ausbildung bei Salgro wurden von da an Menschen, die sich auf Grund von Berufskrankheiten oder nach Unfällen beruflich neu orientieren mussten. Dieser Umstrukturierung der Firma ging eine umfassende Projektentwicklung voraus.
In jüngster Zeit hat der Druck auf diese Personengruppe auf dem Arbeitsmarkt stark zugenommen. Älteren und gesundheitlich beeinträchtigten Arbeitnehmer/innen wurde der Weg in die Frühpension wesentlich erschwert. Eine signifikante Folge daraus war, dass die Wartelisten für den Ausbildungs-Lehrgang bei der Salgro GmbH merklich länger wurden. Träger, Mitfinanziers und Partner der Salgro GmbH sind heute das Arbeitsmarktservice, die Pensionsversicherungsanstalt, die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), das Bundessozialamt, die AK und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Wieder Nummer eins auf dem Arbeitsmarkt werden
Die Arbeitslosenquote belief sich im Land Salzburg laut Wirtschaftsforschungs-Institut WIFO 2003 auf fünf Prozent. Salzburg liegt damit statistisch hinter Oberösterreich an der zweiten Position im Vergleich der Bundesländer. Salzburg sei lange an der ersten Position gewesen, so Burgstaller. Im Arbeitsprogramm der Landesregierung wurde daher verankert, dass Salzburg in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt wieder an die Spitze will. Das heißt, Salzburg strebe die Erreichung der Vollbeschäftigung im Laufe der Legislaturperiode an. Wie Ende der 70er Jahre seien auch jetzt Modelle und Projekte gefragt, die Salzburg zum Ziel der Vollbeschäftigung bringen. Die Salgro GmbH sei dabei ein wichtiges Vorbild für andere arbeitsmarktpolitische Projekte. i206-44
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 22.10.2004
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