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Friedenstage in Salzburg
Friedliches Miteinander und Volkskultur
Friedenstage 2004 finden von Sonntag, 24., bis Dienstag, 26. Oktober, in St. Johann im Pongau statt
(LK) Wie kann friedliches Miteinander gefördert werden? Und welche Voraussetzungen kultureller, ökologischer, sozialer und ökonomischer Art müssen dafür gegeben sein? Die Friedenstage bieten alle zwei Jahre Gelegenheit zu Einblicken und Antworten auf diese und mehrere Fragen dazu. Heuer finden die Friedenstag in St. Johann im Pongau von Sonntag, 24., bis Dienstag, 26. Oktober, statt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet heuer die aktive Begegnung Kulturschaffender aus Mittel- und Osteuropa mit authentischer heimischer Volkskultur.
Die Erweiterung der Europäischen Union um Länder Mittel- und Osteuropas sei auch als historisches Friedensprojekt zu sehen. Damit werde die Jahrzehnte währende „Nachkriegsordnung“ des geteilten Europa aufgehoben, so die Veranstalter, das Referat Salzburger Volkskultur, Intersol – Verein zur Förderung internationaler Solidarität, die Stadt St. Johann und die Kulturabteilung des Landes Salzburg. Ob mit dem Wegfall des „Eisernen Vorhanges“ die Teilung tatsächlich überwunden ist, oder ob sich lediglich Trennlinien verschieben, soll bei den Friedenstagen diskutiert werden, ebenso wie die Frage, ob der notwendige Schritt von der Nachkriegs- zur Friedensordnung gelingt, oder ob es zu einem „Europa der Konzerne und Generäle“ kommt, in dem die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik das einzige Identitäts- und Sinnstiftende bleibt.
Die Friedenstage werden am Sonntag, 24. Oktober, um 18.30 Uhr, im Kultur- und Kongresshaus von Zweitem Landtagspräsident MMag. Michael Neureiter eröffnet. Ansprachen gibt es danach von der EU-Parlamentarierin Ursula Stenzel und von Dr. Hans Eder vom Verein Intersol. Für 20.30 Uhr ist ein Fackelzug zum Hubangerl mit anschließender Entzündung des Friedensfeuers vorgesehen. Umrahmt wird die Eröffnungsveranstaltung von Musik- und Tanzgruppen aus Salzburg, Kroatien, Tschechien und Lettland.
Am Montag, 25. Oktober, gibt es von 9.00 bis 16.00 Uhr im Kultur- und Kongresshaus Gesprächsforen zu den Themen „Friedens- und Militärmacht EU – sicherheits- und zivilgesellschaftliche Ansätze“ (Thomas Roithner), „Europa der kulturellen Vielfalt – Identität ‚neu’ durch partielle Synthese des Eigenen und Fremden?“ (Marianne Gronemeyer), „Die Europäische Union als Friedensprojekt?“ (Pavel Kohout) sowie „Festung Europa“ (Dr. Hans Eder).
Volkskultur aus vier Ländern
Bei einem Internationalen Tanz- und Musikfest am Montag erklingt im großen Saal des Kultur- und Kongresshauses Volksmusik um 20.00 Uhr aus vier Ländern. Mit dabei sind die Ensembles Varazdinski Folklorni Ansambl (Kroatien), Folklore-Ensemble Jasénka (Tschechische Republik), Sudmalinas (Lettland), Familienmusik Stofferin, Pongauer Tanzgruppe und Pongauer Tanzlmusi.
Zum Ausklang der Friedenstage findet am Dienstag, 26. Oktober, um 10.00 Uhr, in der Pfarrkirche ein Friedensgebet der Religionen statt, an dem die Referenten und Teilnehmer der Veranstaltung, die Tanz- und Musikgruppen sowie Abordnungen der Pongauer Heimatvereinigungen teilnehmen. i205-46
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 21.10.2004
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