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Salzburg, Thalgau
Baubeginn für Hochwasserschutz Thalgau
Eisl: Arbeiten am ersten Baulos im Bereich Vetterbach beginnen / 1,4 Millionen Euro Kosten / Baulos bis Mai 2005 fertig gestellt
(LK) Die Marktgemeinde Thalgau war im Sommer 2002 dreimal durch Hochwässer der Fuschler Ache und der Wildbach-Zubringer Brunnbach und Fischbach schwer betroffen. Aufgrund dieser Ereignisse ist die Marktgemeinde Thalgau an die Bundeswasserbauverwaltung und an die Sektion Salzburg der Wildbachverbauung (WLV) herangetreten, um ein „Integrales Hochwasserschutzkonzept“ zu entwickeln und so rasch wie möglich umzusetzen. Heute, Dienstag, 19. Oktober, wird mit den Arbeiten zum Teilprojekt Vetterbach begonnen.
„Integrales Hochwasserschutzkonzept bedeutet, dass die Maßnahmen der Bundeswasserbauverwaltung und der WLV aufeinander abgestimmt projektiert werden, um künftig in gemeinsamer Wirkung einen möglichst effektiven, umfassenden Hochwasserschutz für die Siedlungsgebiete und Infrastruktureinrichtungen des Marktes Thalgau sicherzustellen“, informierte der für Schutzwasserbau ressortzuständige Landesrat Sepp Eisl beim gemeinsamen Spatenstich mit dem Thalgauer Bürgermeister Martin Greisberger.
Als Randbedingungen sind dabei zu beachten, dass sich keine zusätzlichen Verlagerungen von Hochwasser-Auswirkungen in Richtung der oberösterreichischen Landesgrenze ergeben und die Konzeption neben den wasserwirtschaftlichen vor allem auch den gewässerökologischen und naturschutzrechtlichen Anforderungen genügen muss.
Hochwasserschutz Thalgau für 100-jährliche Hochwässer
„Bei den Maßnahmen handelt es sich um Rückhaltemaßnahmen der WLV im Einzugsgebiet von Fischbach und Brunnbach, um den Spitzenabfluss zu verringern und auf die Leistungsfähigkeit der Gewässer im besiedelten Unterlauf abzustimmen, sowie um Hochwasserschutzmaßnahmen an der Fuschler Ache durch die Bundeswasserbauverwaltung“, so Eisl weiter. Als Ausbaugröße wurde entsprechend dem Schutzbedürfnis von Siedlungen ein 100-jährliches Hochwasser festgelegt, mit einem 50 Zentimeter hohen Freibord an der Fuschler Ache.
Die vorgesehenen Maßnahmen an der Fuschler Ache umfassen vom Ufer abgerückte Leitdämme (Wälle), wo Platz dafür vorhanden ist; solche Geländekorrekturen mit flacher Böschung sollen landschaftlich nicht auffallen und künftig weiterhin als Grünlandflächen ungehindert landwirtschaftlich zu bewirtschaften sein;
Gewässeraufweitungen und Geländekorrekturen, um das ausufernde Hochwasser vom besiedelten Gebiet abzuhalten;
Linearmaßnahmen in Form von Uferverstärkungen, Uferborderhöhungen und Stärkung von Einzelobjekten (z. B. Brücken).
Teilprojekt Vetterbach
Nach einer Hochwasseranalyse für die Fuschler Ache wurde ein generelles Konzept erarbeitet und gemeinsam mit den Vertretern der WLV den betroffenen Grundeigentümern vorgestellt. Auf dieser Basis wurde der erste Abschnitt an der Fuschler Ache im Bereich Vetterbach bis zur Fischbachmündung im Detail projektiert und mit Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung vom 17. Dezember 2003 wasserrechtlich bewilligt. Das Bauvolumen für den Abschnitt Vetterbach beträgt 1,4 Millionen Euro. Mit Erlass des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vom 1. April 2004 wurde die technische und finanzielle Genehmigung nach dem Wasserbautenförderungsgesetz mit einer Förderung von 50 Prozent an Bundesgeldern erteilt. „Das Land Salzburg finanziert 33 Prozent dieses Bauabschnittes, die Marktgemeinde Thalgau übernimmt die Interessentenleistung von 17 Prozent“, so Eisl. Die Kosten für das erste Baulos liegen bei rund 744.000 Euro, die Arbeiten werden von Oktober 2004 bis Mai 2005 durchgeführt.
Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen für den Integralen Hochwasserschutz in Thalgau werden rund 14 bis 15 Millionen Euro betragen, die Bauzeit in etwa zehn bis zwölf Jahre. i203-60
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Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 19.10.2004
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