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Tunnelsanierung in Salzburg



Sanierung von Hiefler- und Ofenauer Tunnel kommt gut voran


Blachfellner: Auch Großteil der Sicherheitsvorkehrungen bereits umgesetzt / Über weitere Maßnahmen wird am 28. Oktober beraten




(LK) Knapp eineinhalb Monate nach Beginn der Generalsanierung der Oströhren des Ofenauer und Hiefler-Tunnels schreiten die Arbeiten planmäßig voran. „Die Baufortschritte liegen gut im Zeitplan. Ich bin zuversichtlich, und ich erwarte es mir auch von den Baufirmen, dass die zugesicherte kurze Sanierungsdauer von zehn Monaten eingehalten wird und die Arbeiten rechtzeitig vor Beginn der Sommerferien beendet sind“, sagte Baureferent Landesrat Walter Blachfellner heute, Dienstag, 19. Oktober, bei einem Informationsgespräch über den Stand der Sanierungsarbeiten, bei dem auch Vertreter der ASFINAG und der Baufirmen teilnahmen.

Zum Stand der Sanierungsarbeiten selbst berichtete Blachfellner, dass die Fräsarbeiten (Abtrag der bestehenden Betoninnenschale) im Gange sind. Diese Woche wird auch mit der Herstellung der neuen Entwässerungsanlagen in den Tunnels begonnen. Ebenfalls in Arbeit ist der Aufbruch der bestehenden Betonfahrbahndecke, welche recycelt und als Zuschlagsstoff (Schotter) zur Herstellung der neuen Betondecke verwendet wird.

Auch an der Sanierung der im Baulos befindlichen Brücken wird gearbeitet, wobei die Salzachbrücke zwischen Ofenauer und Hiefler-Tunnel einen Schwerpunkt bildet. Diese Brücke erhält eine Tragwerksverstärkung und muss dafür 15 Zentimeter abgesenkt werden.

Trotz Maximum an Sicherheitsvorkehrungen bleibt Unfallgefahr

Die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen, die vor drei Wochen bei einem von Landesrat Walter Blachfellner einberufenen Sicherheitsgipfel in Folge der Unfallserie beschlossen wurden, wurden zum Großteil bereits umgesetzt. „Durch spezielle Abstandsmessgeräte, die vor den Tunnels montiert sind, überprüfen wir, ob die Verkehrsteilnehmer die Sicherheitsabstände einhalten. Die ersten Messergebnisse werden in den kommenden Tagen vorliegen. Das Aufrauhen der Fahrbahnoberfläche in Richtung Salzburg ist ebenfalls bereits abgeschlossen. Dadurch soll die Bremswirkung bei den Kraftfahrzeugen verbessert werden“, informierte Blachfellner. Weiters wurden Geschwindigkeitsmessungs- bzw. Anzeigegeräte im Tempo-60-Bereich aufgestellt und zwar dort, wo die Überleitung von zwei auf eine Fahrspur erfolgt, so dass jeder Lenker sieht, wie schnell er unterwegs ist. Auf Verlangen Blachfellners wurde ein 60-km/h-Tempolimit im gesamten Bereich der Weströhren von Hiefler und Ofenauer-Tunnel vom zuständigen Verkehrsministerium verordnet.

Weiters wurde – wie beim Sicherheitsgipfel angekündigt – an den beiden Südportalen des Hiefler- und Ofenauer Tunnels eine zusätzliche Einfahrtsbeleuchtung installiert.

Seit Umsetzung der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen hat die Unfallhäufigkeit glücklicherweise stark abgenommen. In den vergangenen 14 Tagen passierte ein Unfall mit Sachschaden. Blachfellner warnt jedoch vor jeglichem Optimismus: „Eine 100prozentige Sicherheitsgarantie gibt es nicht. Solange die Generalsanierung dauert, kann und darf es keine Entwarnung hinsichtlich der Unfallgefahr geben. Mir ist wichtig, dass alle sicherheitstechnischen Möglichkeiten vollständig ausgeschöpft sind, um die Lenker vor der Einfahrt in den Tunnel dazu zu bringen, diszipliniert zu fahren, sowie das Tempolimit und den Sicherheitsabstand auf der rund 4,5 Kilometer langen Strecke einzuhalten. Dieses Maximum an Sicherheitsvorkehrungen konnte erreicht werden. Aber natürlich gibt es Verkehrsteilnehmer, die trotz der besten Unfallpräventionsmaßnahmen durch ihre Fahrweise ein Sicherheitsrisiko darstellen und Unfälle verursachen“, gibt Blachfellner auch angesichts der bevorstehenden Wintermonate zu bedenken.

Über weitere Maßnahmen werde bei einem zweiten Sicherheitsgipfel am 28. Oktober in der Autobahnmeisterei Golling entschieden. i203-11







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Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 19.10.2004

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