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Salzburger Residenz
Friede und Sicherheit als oberste Leitgedanken
Haslauer bei Gedenkveranstaltung "60 Jahre Flucht und Vertreibung der Donauschwaben"
Sperrfrist: Samstag, 16. Oktober 2004, 17.00 Uhr!
(LK) Friede und Sicherheit müssten oberste Leitgedanken der Politik in und zwischen den Staaten sein. Es gelte aber auch, dass die Menschenrechte, die Grund- und Freiheitsrechte, die Toleranz der Religionen und der moderne Rechtsstaat Handlungsmaxime für alle Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft, aber auch für jeden einzelnen sein müssen. „Nur im Falle einer gelungenen sozialen Integration werden wir auf Dauer in unserer Gesellschaft Frieden halten können. In einer modernen arbeitsteiligen Gesellschaft bedarf es auch der ständigen Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am wirtschaftlichen Fortschritt. Das ist nur über die präzise Umsetzung der sozialen Marktwirtschaft auf Dauer denkbar.“ Dies sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer heute, Samstag, 16. Oktober, in der Salzburger Residenz als offizieller Vertreter des Landes bei einer Gedenkveranstaltung anlässlich der Flucht und Vertreibung der Donauschwaben vor 60 Jahren.
In diesen Tagen sollen die Verhandlungen mit der Türkei als allfälliges künftiges Mitglied der Europäischen Union mit einem weiten Zeithorizont aufgenommen werden. Er wünsche sich, dass bis zur Erledigung dieser Aufgabe auch die noch kleineren Schritte in Europa zur umfassenden Verwirklichung dieser schon bestehenden Friedens- und Freiheitszone gesetzt werden, so Haslauer weiter. „Ich wünsche mir auch eine große Offensive der Toleranz für die Zukunft. Die Bitte geht an alle Neuen in unserem Bundesland, sich den Maßstab von den Flüchtlingen des und nach dem Zweiten Weltkrieg zu nehmen, um Teil dieser Gesellschaft dieses Landes zu werden. Und nicht zuletzt, den Optimismus zu tragen, auf einem schönen Fleck dieser Erde zu leben, für den es sich lohnt, zu arbeiten, sich einzubringen“, sagte der Landeshauptmann-Stellvertreter.
Anlass für die Gedenkveranstaltung in der Residenz war der Beginn der Vertreibung der im Osten und Südosten lebenden so genannten Volksdeutschen vor 60 Jahren. Die Siebenbürgersachen mussten genauso wie die Donauschwaben ihre angestammte Heimat verlassen. Haslauer erinnert in seiner Ansprache auch daran, dass nach Kriegsende durch eine weit-blickende Politik und den unbedingten Aufbauwillen sowohl der Flüchtlinge als auch der Bevölkerung eine Entwicklung in Gang gebracht wurde, die „das österreichische Wunder der Zweiten Republik möglich gemacht hat“. i201-11F
Es gilt das gesprochene Wort!
Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 16.10.2004
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