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LKW Verkehr im Land Salzburg



Anschlussbahnoffensive zur Verkehrsverlagerung auf Schiene


Blachfellner: Insgesamt 80.000 Lkw-Fahrten pro Jahr sollen weg von der Straße




LK • Ein Güteraufkommen von rund zwei Millionen Tonnen pro Jahr soll von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Um das zu erreichen, werden im heurigen und kommenden Jahr insgesamt rund 2,5 Millionen Euro in die Anschlussbahnförderung investiert. Das gab Verkehrsreferent Landesrat Walter Blachfellner heute, Montag, 26. Jänner, bekannt. Mindestens 80.000 Lkw-Fahrten pro Jahr sollen so von der Straße auf die Schiene verlagert werden, erwartet Blachfellner.

Mit der verstärken Förderung von Anschlussbahnprojekten will Blachfellner das steigende Lkw-Aufkommen wirksam eindämmen. „Schon im ersten Jahr des Einsatzes dieses Instrumentes haben wir eine Verkehrsverlagerung von rund 500.000 Tonnen pro Jahr von Salzburgs Straßen auf die Schiene erreicht“, zeigte sich Blachfellner zufrieden. Gleichzeitig sparen sich Unternehmer, die ihre Güter von der Straße auf die Schiene verlagern, Lkw-Maut, die ab 1. Jänner 2004 in Österreich gilt.

„Damit schaffen wir nachhaltige konkrete Entlastungseffekte für Straßenanrainer. Den Leuten, die an der Straße wohnen, ist es egal, ob die Einschränkung ihrer Lebensqualität von einem Lkw im Transit oder im Ziel- und Quellverkehr verursacht wird", so Blachfellner.

Lediglich ein Fünftel des Lkw-Aufkommens ist Gütertransit

Ohne entsprechende Verkehrsverlagerungen von der Straße auf die Schiene werde sich der Lkw-Güterverkehr auf der Tauernautobahn im Lungau bis zum Jahr 2020 verdrei- bis vervierfachen, sagte Blachfellner in diesem Zusammenhang. Die Salzburger Verkehrsvorschau 2015 dokumentiert ferner Steigerungen der Verkehrsstärken auf Autobahnen und Landesstraßen in der Größenordnung von zirka 30 bis 100 Prozent gegenüber 1995. Der Abschnitt „Salzburg-Nord bis Salzburg-Mitte" der A 1 Westautobahn wird demnach im Jahr 2015 von rund 100.000 Fahrzeugen pro Tag frequentiert werden, sollten keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Auf der A 10, der Tauernautobahn, in Golling fahren an Werktagen mehr als 7.000 Lkw. Davon sind aber lediglich ein Fünftel dem Lkw-Gütertransit zuzuordnen. Der Rest ist Binnenverkehr sowie bilateraler Verkehr, also Verkehr mit Quelle und Ziel in Österreich. Im untergeordneten Straßennetz macht der Transitverkehr weniger als fünf Prozent aus. „Der Verkehr in den Alpen ist zu einem guten Teil hausgemacht", betonte Blachfellner abschließend. i16-34




Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 26.01.2004

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