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Salzburgs Fremdenführer erhalten Kulturgüter



Salzburgs Fremdenführer erhalten Kulturgüter


Mit dem Reinerlös von Führungen konnten zwei Uhren aus dem Archiv der Salzburger Residenz restauriert werden
Salzburger Landeskorrespondenz, 06.10.2004



(LK) Anlässlich des 15. Weltfremdenführertages fanden am 21. Februar dieses Jahres unter dem Motto „Salzburg für Salzburger" Gratisführungen durch die Prunkräume der Salzburger Residenz statt. Der Reinerlös der freiwilligen Spenden diente auch in diesem Jahr der Erhaltung von wertvollen Kulturgütern. Insgesamt kamen 4.200 Euro zusammen. Mit der Summe konnte nicht nur die „erste beleuchtete Nachtkasterl-Uhr", sondern auch eine weitere antike Uhr aus dem Archiv der Salzburger Residenz restauriert werden.

Die „Nachtuhr", deren Gehäuse auf Volutenfüßen und Knäufen steht, ist mit bandartigen Metallbeschlägen dekoriert. Das verglaste Fenster wird unten durch das firmiansche Wappen – kombiniert mit jenem des Erzstiftes – überdeckt und gehalten. Das Ziffernblatt aus Seide ist mit römischen Zahlen sowie Minutenangaben übermalt und von ornamentalen Metallbeschlägen gerahmt. Im unteren Teil des Gehäuses liegt das Werk. Es trägt mit der Bezeichnung „Jakob Bentele fecit“ wiederum die Signatur des in Diensten Stuarts stehenden Uhrmachergesellen. Verbindungsstangen und Zahnräder überbrücken im Inneren den Abstand zwischen Zeiger und Werk, wodurch der Hohlraum im Kasten frei bleibt, um eine Lichtquelle, etwa ein Öllämpchen oder eine Kerze, aufzunehmen, die das durchsichtige Ziffernblatt beleuchtet. Die Idee der Nachtuhren stammt ursprünglich aus Italien, wo derartige Chronometer seit dem 17. Jahrhundert gebaut wurden. Durchscheinende Ziffernblätter aus Seide sind nicht zuletzt aufgrund der Brandgefahr selten. i194-24

Zu dieser Landeskorrespondenzmeldung steht digitales druckfähiges Bildmaterial in der Bilddatenbank des Landes unter www.salzburg.gv.at/bilddatenbank zur Verfügung. Zum schnellen Auffinden geben Sie bei der Suche die Kennzahl am Ende dieser Pressemeldung (z.B. G43-10) ein.


Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz

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