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Land Salzburg auf der Hohen Jagd



Landschaft im Wandel -Land Salzburg auf der Hohen Jagd


S. Eisl: Ausstellung thematisiert "Offenhalten der Landschaft"




LK • Das Land Salzburg ist auch 2004 mit den Abteilungen Naturschutz und Landesforstdirektion auf der Hohen Jagd von 6. bis 8. Februar vertreten (Halle 14, Stand 309). Thema der aktuellen Ausstellung am Stand ist die „Landschaft im Wandel“. Die Landesforstdirektion widmet sich schwerpunktmäßig der neuen Schutzwaldstrategie, der Windwurfkatastrophe im November 2002, konkret den Bereichen Ausmaß und Wiederbewaldung, sowie dem Österreichischen Walddialog. „Die Messebesucher sind eingeladen, sich per Internet auf dem Messestand aktiv am Walddialog zu beteiligen und über ein Forum ihre Meinung zum Thema Wald kundzutun“, so Landesrat Sepp Eisl heute, Donnerstag, 29. Jänner, zuständig für Naturschutz und Forstwirtschaft.

Offenhalten der Landschaft

Eine umfassende Ausstellung widmet sich am Stand des Landes den Veränderungen der Landschaft. „Spannend und informativ zugleich informieren die einzelnen Tafeln über Ursachen der Landschaftsveränderungen und deren Konsequenzen. Darüber hinaus werden Ansätze, Möglichkeiten und Maßnahmen dargestellt, wie man einer nicht gewollten Veränderung entgegenwirkt und entgegenwirken kann“, so Landesrat Eisl. Auch die verschiedenen Lebensräume und deren Tier- und Pflanzenwelten werden auf der Messe präsentiert.

Vielseitiger Wald

Mehr als 50 Prozent der Fläche Salzburgs sind mit Wald bedeckt, der in Salzburg auf 332.000 Hektar Enormes leistet:

· Der Wald liefert den erneuerbaren und damit nachhaltig zur Verfügung stehenden, umwelt- und klimafreundlichen Rohstoff Holz.

· Der Wald bietet Schutz vor Naturgefahren und sichert somit Leben und Wirtschaften vor allem im alpinen Raum.

· Der Wald trägt wesentlich dazu bei, dass sauberes Wasser und reine Luft bei uns eine Selbstverständlichkeit sind.

· Der Wald bietet Erholung und Ruhe für uns Menschen.

· Der Wald ist Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen.


Eisl dazu: „Wir können stolz sein auf unseren Waldreichtum in Salzburg und uns glücklich schätzen, dass unser Wald in der Lage ist, alle an ihn gestellten ökonomischen, ökologischen und sozioökonomischen Anforderungen zu erfüllen. Müsste uns da nicht auch die Tatsache, dass in Salzburg pro Jahr etwa 1.000 Hektar Waldfläche neu entstehen – und das auf ganz natürlichem Weg – optimistisch stimmen?“ Entscheidender Aspekt dabei sei jedoch die Dosis, ein „Zuviel des Guten“ könne schnell zur massiven Belastung für andere ebenso berechtigte Interessen werden. Aus diesem Grund sei für ihn, Eisl, der rapide Anstieg und Zuwachs an Waldflächen in Salzburg eine Tatsache, die einer grundlegenden Auseinandersetzung bedürfe.

Salzburg zeichnet sich durch seine außergewöhnlichen Naturschönheiten und Naturlandschaften, die sich harmonisch in eine über viele Jahrhunderte gewachsene und nachhaltig bewirtschaftete Kulturlandschaft einfügen, aus. Und genau dieser abwechslungsreiche Landschaftscharakter ist es, der durch eine zunehmende „Verbuschung“ und Verwaldung bedroht ist. „Beträchtliche Teile unseres Landes wären von Natur aus Wald. Ohne konsequentes Arbeiten am Offenhalten unserer Landschaft würde sich die Baum- und Strauchvegetation sich ihr Terrain ebenso konsequent wie rasch zurückerobern.“

Strategien entwickeln

Sein Verständnis von verantwortungsvoller Naturschutzpolitik sei es, nicht Panikmache zu betreiben, sondern Tendenzen aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln. Aus diesem Grund habe er die Naturschutzabteilung des Landes beauftragt, sich in Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen wie der Forst- und der Almwirtschaft der Problematik anzunehmen.

„Einen wesentlichen Beitrag erwarte ich mir auch von der am 12. und 13. März dieses Jahres in Salzburg stattfindenden Fachtagung zu Thema ‚Offenhalten der Landschaft’. Dazu lade ich schon jetzt herzlich in die Räumlichkeiten der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg ein“, so Eisl abschließend. i19-11A


Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz, 29.01.2004

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