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STADT SALZBURG BRAUCHT ZUSÄTZLICHE VOLKSSCHULLEHRER



STADT SALZBURG BRAUCHT ZUSÄTZLICHE VOLKSSCHULLEHRER

Di, 25. März 2003




STADT SALZBURG BRAUCHT ZUSÄTZLICHE VOLKSSCHULLEHRER
Landeshauptstadt bisher zu Gunsten der Landbezirke benachteiligt

Die Stadt Salzburg darf bei den Pflichtschullehrern nicht länger gegenüber den Landbezirken benachteiligt werden. Das fordert der für das Schulwesen ressortzuständige Bürgermeister Heinz Schaden angesichts der bevorstehenden Zuteilung von Lehrerposten für das kommende Schuljahr durch das Land.

An den 42 Pflichtschulen in der Stadt Salzburg gibt es im laufenden Schuljahr insgesamt 775 Dienstposten, tatsächlich angestellt sind aufgrund von Teilzeit-Dienstverhältnissen 953 aktive Landeslehrerinnen und -lehrer. Auf die Volksschulen entfallen dabei 318 Dienstposten, auf die Hauptschulen 267, die Sonderschulen (inklusive Lehrer für Integrationsklassen) 170 und auf die Polytechnische Schule 20 Lehrerposten. Die Lehrerstellen werden nach einem fixen Schlüssel, der im Finanzausgleich festgelegt ist, vergeben: Auf je 14,5 Volksschüler kommt ein Lehrerposten, in den Hauptschulen ist die Rate 10:1, den Sonderschulen 3,6:1. Tatsächlich zugeteilt werden die Posten vom Land.

In den letzten Jahren wurden diese klar definierten Schlüssel in der Stadt Salzburg bei den Volksschulen vom Land nur zu rund 92 Prozent erfüllt. Das hat zur Folge, dass in der Stadt bei weitem höhere Schülerzahlen pro Klasse unterrichtet werden müssen, zeigt Schaden auf: So liegt die durchschnittliche Klassengröße an den Volksschulen in der Stadt Salzburg bei 25 Schülerinnen und Schülern, im Lungau dagegen bei nur 17 Kindern. Dieser Umstand ist vor dem Hintergrund der in der Stadt vergleichsweise hohen Zahl an Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache, die einen erhöhten Aufwand an Deutsch-Förderunterricht bedingen, untragbar, kritisiert der Bürgermeister.

Für das kommende Schuljahr muss daher die Zahl der Dienstposten im Volksschulbereich von 318 auf 337 Stellen aufgestockt werden, verlangt der Bürgermeister. Vom Land wurde bereits der Plan angekündigt, landesweit insgesamt 70 Dienstposten im Pflichtschulbereich einsparen zu wollen. "In der Stadt sind Kürzungen jedenfalls undenkbar", deponiert Schaden.

Völlig unklar ist für das Schulamt auch die Situation um die vom Bund angekündigten Stundenkürzungen auch an Volks- und Hauptschulen. Derzeit sind Streichungen von je einer Unterrichtsstunde in den dritten und vierten Volksschulklassen und von drei Stunden an den zweiten Hauptschul-Klassen und je zwei in den dritten und vierten Hauptschul-Klassen in Diskussion. Hier sollten endlich klare Vorgaben erstellt werden, um eine Planung des Schuljahrs 2003/04 möglich zu machen. Ein Chaos wie im laufenden Schuljahr, in dem die Dienstposten-Zuweisungen erst ein Monat nach Schulbeginn im Oktober 2002 erfolgten, dürfe sich jedenfalls nicht wiederholen, fordert Schaden.

Quelle: Presseaussendungen Stadt Salzburg

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