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Neubau Musikschulwerk in Salzburg
MUSIKSCHULWERK: STADT POCHT AUF EINHALTUNG VON LANDESZUSAGEN
Mo, 10. März 2003
MUSIKSCHULWERK: STADT POCHT AUF EINHALTUNG VON LANDESZUSAGEN
Projekt noch heuer baureif - Schlüssel-Vorhaben für Mozartjahr 2006
In seiner heutigen Sitzung beschäftigte sich das Stadtratskollegium auch mit der Situation, die für das Neubau-Projekt des Musikschulwerks entstanden ist. Nach derzeit vorliegenden Informationen will das Land für das Vorhaben, dessen Bedeutung und Dringlichkeit für die Musikerziehung unbestritten ist, lediglich einen Beitrag von 1,5 Millionen Euro leisten.
Die Stadt hat gemeinsam mit der Leitung des Musikschulwerks bekanntlich ein Projekt auf dem Areal des ehemaligen "Siemens"-Bürogebäudes an der Erzabt-Klotzstraße entwickelt. Mit der Realisierung würde die jahrelange Suche nach einem geeigneten Standort für eine neue Musikschule sowie für die Landeszentrale des Musikschulwerks endlich positiv beendet. Die bau- und raumordnungsrechtlichen Klärungen für das Vorhaben sind bereits erfolgt, derzeit erarbeitet die städtische Kulturabteilung gemeinsam mit der Musikschulwerk-Geschäftsführung das Raum- und Funktionsprogramm. Bis zum Herbst könnte das Projekt baureif sein. Die Baukosten betragen nach aktuellen Schätzungen 3,5 - 4 Millionen Euro. Für die Planungsarbeiten hat die Stadt im heurigen Budget bereits 400.000 Euro bereitgestellt. In der Stadtpolitik herrscht völlige Übereinstimmung über die Bedeutung und die Dringlichkeit des Vorhabens, das zum Mozartjahr 2006 als "nachhaltiger" Beitrag zur Musikerziehung geleistet werden soll.
Die Stadt war für die Finanzierung bisher von einer Kostenaufteilung 75 : 25 zwischen Land und Stadt ausgegangen. Diesen Schlüssel hatte das Land für ein letztlich wieder verworfenes Projekt in Mülln in Aussicht gestellt. Die Stadt wäre auch bereit, einen Schlüssel von 60 : 40 zu akzeptieren. Völlig unzureichend ist aber die heute aus der Sitzung der Landesregierung bekannt gewordene Kostenbeteiligung von nur 1,5 Millionen Euro durch das Land. Diese zögerliche Haltung ist angesichts der Bedeutung des Projekts für die außerschulische Musikerziehung unserer Kinder und Jugendlichen auf breitester Basis unverständlich. Salzburg habe in diesem Bereich gegenüber anderen Bundesländern beträchtlichen Aufholbedarf. Ein rasches Handeln ist daher erforderlich.
Quelle: Presseaussendungen Stadt Salzburg
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