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EU-Bus macht Station am Salzburger Residenzplatz



EU-Aktion zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung 2003

Do, 20. Februar 2003


EU-AKTION ZUM EUROPÄISCHEN JAHR DER MENSCHEN MIT BEHINDERUNG 2003
Fr, 22.2.: EU-Bus macht Station am Salzburger Residenzplatz

Im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung 2003 stellt die EU unter dem Titel "Marsch durch Europa 2003" in den Mitgliedsländern jenen Institutionen und Vereinen, die Leistungen, Service und Angebote einer breiteren Öffentlichkeit näher bringen wollen, den EuropaBus zur Verfügung. Der Bus mit eigener Bühne und Computeranschluss macht am Sa, 22. Februar, auch in Salzburg Station. Von 10 bis 15 Uhr finden Interessierte am Salzburger Residenzplatz jede Menge Information und Unterhaltung, präsentieren wird sich dabei der Arbeiter-Samariter-Bund.
Stadtrat Dr. Josef Huber begrüßt diese Aktion, erinnert in diesem Zusammenhang vor allem aber an die kontinuierliche, effiziente Arbeit des Salzburger Behindertenbeirates, in dem alle Behindertenvereine der Stadt vertreten sind. Huber: "Hier wird an nachhaltig wirksamen Projekten gearbeitet. Vorrangiges Ziel ist die Umsetzung behindertengerechter Maßnahmen in allen Bereichen des Lebens."

Nachhaltige Projekte der Stadt Salzburg:

Schulprojekt "Aus anderer Sicht"
Das Projekt wird seit 1999 durchgeführt und 2002 an einer Wirtschaftsfachschule, einer Volksschule und wieder an der Pädagogischen Akademie durchgeführt. Besonders erfreulich ist, dass das Projekt ab 2002 in Salzburg fixer Bestandteil der Lehrerausbildung ist. D.h. jeder angehende Lehrer wird in speziellen Workshops Betroffene unterschiedlicher Behinderungsarten kennen lernen, mit ihnen diskutieren und gemeinsam den öffentlichen Raum erkunden (Stadtteilausflüge, spezielle Hindernisparcours, Gehörlosentheater, gemeinsame Videodokumentation, etc.

Video "Barrierefrei für Jung und Alt"
Damit sich Architekten und Planer ein besseres Bild vom behindertengerechten Planen und Bauen machen können, hat das Büro der Behindertenbeauftragten ein 30minütiges Video produzieren lassen, denn "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte": Die Videoproduktion "BARRIEREFREI FÜR JUNG UND ALT" zeigt die wichtigsten Barrieren und positive Lösungsbeispiele. Das Video führt damit zu einer besseren Visualisierung der Problembereiche für die damit im engeren und weiteren Sinne befassten Dienststellen, Planer, Architekten, Baumeister, fachspezifische Ausbildungsstätten.

"Aktion Scharf" -zusammen mit der Bundespolizeidirektion
Im Jahr 2000 startete das Büro der Behindertenbeauftragten gemeinsam mit der Bundespolizeidirektion eine Aktion zur Freihaltung der von den Betroffenen dringend benötigten Behindertenparkplätze (Verteilung des Folders GRATIS PARKEN). Diese sind immer wieder von ignoranten oder einfach unaufmerksamen Parkern verstellt. 2002 setzte die Polizeidirektion noch eins drauf und unternahm die Aktion Scharf gegen Parksünder auf Behindertenparkplätzen. Nur bei empfindlichen Strafen, so die Polizeidirektion, sei ein langsames Bewusstwerden der Problematik gewährleistet.

Sicher Alt
Die vom Arbeitsausschuss "Alter und Behinderung" diskutierte Öffentlichkeitsarbeit zur Bewusstmachung von Problemen im Alter und bei Behinderung wurden vom Büro der Behindertenbeauftragten in ein inhaltliches Konzept gefasst und dem ORF vorgeschlagen. Als Kooperation von Stadt Salzburg, Land Salzburg und AUVA wurden sechs Schwerpunkttage übers 2. Halbjahr 2002 verteilt gesendet und vom ORF mit zahlreichen TV-Trailern und Hinweisen im Hörfunk beworben.

Video "Gefahrensituationen für Blinde und Sehbehinderte"
Das Video entstand aufgrund der immer wieder schrecklichen Unfälle und Verletzungen von Blinden und Sehbehinderten infolge von Planungsfehlern oder mangelnder Absicherung. Das Video hilft der Zielgruppe (Bauämter, Planer, Architekten, Baustelleneinrichter, etc.) mögliche Gefahrenquellen zu erkennen, zu vermeiden und letztlich für die Belange blinder und sehbehinderter Menschen sensibler zu werden.

Projekt "Barrierefreie Stadt für Alle"
Seit 1997 läuft das Projekt Barrierefreie Stadt für Alle". Ziel dieses Projektes ist die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raumes. Maßnahmen betreffen Gehsteigabsenkungen, Rampen, die Entwicklung und Anwendung des taktilen Orientierungs- und Leitsystems für Blinde und Sehbehinderte (T.O.U.L.S.), akustische Signalgeber bei Ampeln, sowie Maßnahmen für einen behindertengerechten ÖPNV.

Kunstausstellung "Mit allen Sinnen"
Ausstellung von Kunstwerken behinderter Künstler und öffentlichkeitswirksames Rahmenprogramm u.a. mit Meisterregisseur Niki List. Drei Wochen lang, vom 11.Mai bis zum 31. Mai 2001, waren im Holzpavillon des Mirabellgartens Bilder von 24 Künstlern zu sehen, die man in dieser Zusammenstellung kaum wieder sehen wird. Die Künstler sind auf die eine oder andere Weise behindert und zeigen hier, dass künstlerisches Schaffen alle Behinderungen und Begrenzungen überschreiten kann. Seit dieser Ausstellung gibt es in Salzburg vermehrt Ausstellungen mit behinderten KünstlerInnen.

Interaktiver Stadtplan für Menschen mit Behinderung
Basis ist ein digitaler Stadtplan, der mit Informationen aus verschiedenen Datenbanken gespeist wird. Eine Ebene ist das Infoangebot für Menschen mit Behinderungen. Die Datenbank umfasst die wesentlichen Lebensbereiche und repräsentiert vor allem eine lückenlose Beschreibung aller öffentlichen Einrichtungen in der Stadt.

Plakataktion des Behindertenbeirates
Gut sichtbare Plakate im gesamten Stadtgebiet weisen auf spezielle Probleme behinderter Menschen hin (Blinde, chronisch und psychisch Kranke, Gehörlose, Bewegungsbeeinträchtigte, geistig Behinderte). Dass diese Probleme gelöst werden, ist ein Anliegen des Behindertenbeirates der Stadt Salzburg. Seit 1999 sind fünf Plakataktionen in der ganzen Stadt Salzburg durchgeführt worden. Gleichzeitig wurden von den Plakatmotiven Postkarten hergestellt, die von den Behindertenverbänden bei unterschiedlichen Anlässen verteilt werden.

Gratis ! Der Behindertenbeirat lädt ein
Punsch und Lebkuchen auf der Schranne. Der Behindertenbeirat will mit dieser seit fünf Jahren stattfindenden Aktion zum Europäischen Tag behinderter Menschen "Gratis! Der Behindertenbeirat lädt ein" alle SalzburgerInnen einladen, auch unter kalten klimatischen Bedingungen etwas soziale Wärme wahrzunehmen und zu genießen. Denn Chancengleichheit ist zwar im Verfassungsgesetz garantiert, in der alltäglichen Realität aber noch nicht realisiert.

Was Stadtrat Dr. Huber besonders freut: "Für diese engagierten und innovativen Projekte wurde das Büro der Behindertenbeauftragten 1998 und 2002 mit dem Mobilitätspreis des VCÖ ausgezeichnet. Das zeigt, dass nachhaltige Projekte zum Wohle behinderter Mitmenschen durchaus Anerkennung finden."


Quelle: Presseaussendungen Stadt Salzburg

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