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Zell am See


Ein See und die Berge - immer eine ideale Komposition. Glasklares Wasser, im Sommer Badetemperatur, die Gletscherwelt des Kitzsteinhorns im Hintergrund - so herrlich schaut die Welt von der gepflegten Uferpromenanade in Zell am See aus. Am besten mietet man sich ein Tret-, Paddel- oder Motorboot und erkundet die Landschaft vom Wasser aus. Auch hinein hüpfen darf man in das Nass: es wird im Sommer bis weit über 20 ° C warm. Oder man entschwebt mit der Seilbahn zur Schmittenhöhe (älteste Seilschwebebahn im Salzburger Land) und betrachtet sich die einzigartige Szenerie aus knapp 2000 m Seehöhe. Neben der 3000er Schneeregion des Kitzsteinhorns in den Hohen Tauern, dem Großglockner, Österreichs Höchster Berg, entdeckt man im Süden das Bergmassiv des Steinernen Meeres und in der Tiefe das Glitzern des Zeller Sees.

Zell am See hat sich mit Kaprun zur Europa-Sportregion zusammengeschlossen. Das bedeutet: Baden, Wandern, Skifahren das ganze Jahr hindurch.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Zell am See 748 als cella (Zelle) in Bisoncio (Pinzgau), eine Klostersiedlung Salzburger Mönche. Im Laufe der Jahrhunderte strebte der Ort aufwärts, der Handel mit Italien blühte und Reichtum stellte sich ein. Man vergrößerte ihn durch Bergbau im nahen Hirzbachtal und in Limberg. Heute ist er auch noch vorhanden, allerdings gründet er sich auf den Tourismus. Und dieser begann in Zell am See bereits im vorletzten Jahrhundert, als der Ort an die Bahnlinie von Salzburg nach Insbruck angeschlossen wurde. Weitere Verkehrsadern schlossen sich an: die Pinzgauer Lokalbahn, die Großglockner Hochalpenstraße.

Der Tourist in Zell an See sollte nach einem Besuch der Uferpromenade zum Marktplatz in der Altstadt schlendern. Hier findet er prächtige Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert, so etwas das ehemalige Zunftvereinshaus und heutige Hotel Lebzelter, oder das Schloß Rosenberg aus dem 16. Jahrhundert, das heutige Rathaus.
Die Parrkirche St. Hippolyt wurde im 8. Jahrhundert erstmals erwähnt, mehrfach umgebaut und umgestaltet. Der heutige, dreischiffige gotische Bau stammt aus dem 14. Jahrhundert. Beeindruckend schöne Fresken aus verschiedenen Jahrhunderten und Statuen aus dem 16. Jahrhundert kann man bestaunen. Sehenswert sind auch die alten Grabsteine, einige davon aus dem 14. Jahrhundert.
Der Vogtturm nennt sich nach dem einstigen Eigentümer Kastnerturm. Er hat 6 Stockwerke und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Heimatmuseum der Stadt ist darin untergebracht. Ein Besuch ist überaus lohnenswert. Eine weitere sehenswerte Kirche ist die barocke Kalvarienbergkirche aus dem 18. Jahrhundert.



Ausflugs- und Wanderziele in Zell am See:


Zeller See:
Die physikalischen Fakten: 4,1 km lang, 1,3 km breit, 68 m tief, 11 km Umfang, im Sommer über 25 °C warm. Einer der saubersten Badeseen des Landes. Ein Spaziergang um den See ist eine etwa zweistündige Wanderung mit herrlichen Ausblicken auf die Stadt, das Kitzsteinhorn und das Steinerne Meer. Es bieten sich aber auch Etappen der Umrundung an, so die schönen Promenadenwege nach Prielau (Nordufer) oder Schüttdorf (Südufer), zurück kann man mit einem der Linienschiffe fahren.

Elisabethpark:
Diese schöne kleine Parkanlage ist direkt am See, gegenüber dem Bahnhof gelegen. Namenspatin war "Sissi", die Kaiserin Elisabeth.

Riemanpark:
Diese Anlage ist benannt nach Rudolf Riemann (geb. 1825), der bei der Erschließung des Pinzgaus herausragend beteiligt war. Der Park liegt im Ortsteil Thumersbach (Linienschiffverbindung).

Schloß Prielau:
Das Schloß wurde 1425 erstmals urkundlich erwähnt. Es liegt am Nordende des Sees. Sein Name leitet sich von Briel ab, was sumpfiges Gelände bedeutet. Der dreigeschossige Bau kann auf durchaus erlesene Eigentümer zurückblicken: die Fürstbischöfe von Chiemsee, Hugo von Hofmannsthals ("Jedermann") Witwe, die Familie Porsche - um nur einige zu nennen. In der Nähe des Schlosses steht eine kleine Barockkirche aus dem Jahre 1730: Hl. Dreifaltigkeit. Berühmt ist auch das Schlossrestaurant.

Pinzgauer Spaziergang:
Eine wunderschöne Panorama-Bergwanderung führt von der Schmittenhöhe, die mit der Bergbahn erreicht werden kann, immer auf den Höhen der Kitzbühler Alpen Richtung Westen zur Bürglhütte und ins Tal nach Stuhlfelden. Der Weg ist einfach zu gehen, aber lang: 10 Stunden bis zur Bürglhütte, 2-3 weitere Stunden nach Stuhlfelden. Die Kondition, aber auch das Wetter (!) müssen stimmen, wenn man dieses Erlebnis angehen möchte. Es besteht allerdings eine Übernachtungsmöglichkeit in der Pinzgauer Hütte.

Pinzgauer Hütte:
Auf der Schmittenhöhe ist man schnell mit der Seilbahn. Von dort führt eine schöne Bergabwanderung über die Pinzgauer Hütte nach Piesendorf. Etwa 3 Std.

Sonnalm:
Eine aussichtsreiche Bergabwanderung führt von der Schmittenhöhe über die Sonnalm nach Zell am See.

Schwalbenwand (2011m), Glocknerblick:
Einen schönen Panoramablick auf den Großglockner kann man sich erwandern, indem man vom Ortsteil Thumersbach und dem dortigen Mitterberghof zur Schwalbenwand (2011m) wandert. Die Bergwanderung ist leicht und dauert etwa 4 - 5 Stunden.

Hundstein (2117m):
Am bequemsten erreicht man diesen schönen Aussichtsberg indem man von Thumersbach mit dem Ronachkopflift auffährt. Man wandert dann von der Enzianhütte zur Ebner Scharte und weiter zum Statzer Haus auf dem Gipfel des Hundsteins. Den Abstieg kann man als Variante über das Rupertihaus wählen. Im Juli findet auf dem Hundstein das jährliche Ranggeln statt.

Erlhofplatte: (1373m):
Kanzel des Pinzgaus wird sie genannt. Und wer will schon einen Blick von einer Kanzel versäumen? Er ist lohnenswert. Mit dem Ronachkopflift fährt man von Thumersbach hinauf und wandert von der Enzianhütte zur Tödlingalm und weiter zur Erlkopfplatte. Knappe 4 Stunden ist man unterwegs.

Gisela-Bahn:
1875 wurde die Bahnstrecke eröffnet und führt von Zell am See nach Kitzbühl. Einmal in der Woche fährt ein Nostalgiezug mit historischem (1910) Post- und Salonwagen in 3 Stunden diese Strecke.

Pinzgauer Lokalbahn:
54 km sind es bis zum Bahnhof Krimml. Die Fahrt auf dieser Schmalspurstrecke aus dem Jahre 1898 wird zum besonderen Erlebnis, wenn eine Dampflock ihr weithin zu hörendes Signal abgibt und die Wagons zieht.